Vattenfall-Chefin Anna Borg sagte am Donnerstag: "Der Wertverlust von Kohlekraft ist eine natürliche Entwicklung, aber er hatte einen stark negativen Einfluss auf Vattenfalls Finanzergebnisse 2020."

Vattenfall-Chefin Anna Borg sagte am Donnerstag: "Der Wertverlust von Kohlekraft ist eine natürliche Entwicklung, aber er hatte einen stark negativen Einfluss auf Vattenfalls Finanzergebnisse 2020."

Bild: © Vattenfall

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall ist wegen anhaltend niedriger Strompreise im dritten Quartal ins Minus gerutscht. Unter dem Strich verzeichnete das staatliche Unternehmen in den Monaten Juli bis September einen Verlust in Höhe von knapp 2,2 Milliarden schwedischen Kronen (rund 185 Millionen Euro).

Gleichzeitig stieg der Umsatz um 10 Prozent auf 58,3 Milliarden Kronen (4,95 Milliarden Euro), wie Vattenfall am Donnerstag in Stockholm mitteilte. Der Gewinn in den ersten neun Monaten des Jahres betrug damit rund 4,7 Milliarden Kronen, während der Umsatz um 35 Prozent auf 216,9 Milliarden anstieg.

Niedrigere Strompreise hätten sich während des Neun-Monats-Zeitraums negativ auf das Ergebnis ausgewirkt, sagte Vattenfalls Finanzchefin Kerstin Ahlfont der Deutschen Presse-Agentur. Die Preise seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den Märkten, in denen Vattenfall aktiv sei, um etwa 60 Prozent gesunken.

Wertbestimmungen machen auf dem Papier schlechten Eindruck

Vattenfall-Chefin Anna Borg führte im Geschäftsbericht aus, dass im dritten Quartal auch die Wertbestimmung von Strom- und Brennstoffverträgen negative Auswirkungen gehabt habe - im vergangenen Jahr habe diese Bewertung noch einen großen positiven Einfluss gehabt.

Alles in allem verfüge Vattenfall über eine gute Profitabilität und eine starke finanzielle Position, erklärte Borg. Dies ermögliche Vattenfall, in der Energiewende weiter voranzugehen. (dpa/pfa)

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