Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) wächst. Wie der Stadtwerke-Spitzenverband vermeldete, wurden am Mittwoch 14 neue Mitglieder aufgenommen. Damit steigt die Mitgliederzahl auf 1572.
Zum Vergleich: Im März dieses Jahres waren es insgesamt 1562 und im Juli vergangenen Jahres 1553. Der VKU gibt in der Regel keine Abgänge bekannt. Nach ZfK-Informationen verabschiedet sich jedoch beispielsweise der Energiekonzern Steag zum Jahresende aus der Stadtwerkefamilie, nachdem die kommunale Beteiligungsgesellschaft KSBG ihre Anteile an den spanischen Investor Asterion verkauft hatte.
Großer Neuzugang aus Berlin
Dafür verzeichnet der Stadtwerkeverband mit dem Fernwärmeversorger BEW einen ganz großen Neuzugang. BEW steht für Berliner Energie und Wärme. Das Unternehmen war nach der Rekommunalisierung der Fernwärmesparte durch das Land Berlin neu entstanden. Damit ist das größte Fernwärmenetz Westeuropas mit einer Länge von rund 2000 Kilometern zurück in der kommunalen Familie.
Auch die Kölner Rhenag, die sich zu den ältesten deutschen Versorgern Deutschlands zählt und für das Jahr 2023 einen Umsatz von 288 Millionen Euro meldete, schließt sich dem VKU an. Im Zuge einer umfangreichen Neuordnung mit ihren beiden Gesellschaftern, der Kölner Rheinenergie und der Eon-Netztochter Westenergie, wurde die Rhenag in den vergangenen Monaten mehrheitlich kommunal.
Zoo- und Hafenbetreiber neu dabei
Unter den Neumitgliedern befinden sich zudem die Stadtwerke Gelsenkirchen, die nach eigenen Angaben unter anderem einen Zoo und einen Hafen betreiben. Die Unternehmensgruppe zählt laut Website 634 Beschäftigte und hatte im Jahr 2022 einen Umsatz von 74 Millionen Euro.
Ebenfalls in die VKU-Familie aufgenommen wurde eine ganze Reihe an kleineren Stadt- und Gemeindewerken quer durch die Republik. Namentlich sind es die neue Allianz der schleswig-holsteinischen Stadtwerke Schleswig, Rendsburg und Eckenförder, die sich Stadtwerke SH nennt, Bad Sassendorf, Siegburg (Nordrhein-Westfalen), Oberlungwitz (Sachsen) und Sulzbach-Rosenberg (Bayern).
Wassersparte wird gestärkt
Dazu gesellt sich die baden-württembergische Gemeinde Hinterzarten. Überdies wurden die Stadtwerke-Netzdienste Dreieich und Neu-Isenburg aus Hessen aufgenommen.
Auch die Wassersparte legt zu: Neben dem Wasserverband Lausitz (Brandenburg) haben sich der Wasserverbund Niederrhein und der Städtische Abwasserbetrieb Leichlingen (beide Nordrhein-Westfalen) angeschlossen.
Wissenschaftscampus wird Mitglied
Aus dem Neumitgliederreigen fällt eine Einrichtung besonders auf: das Wissenschaftscampus NRW in Oberhausen. Gegründet von der Stadt Oberhausen, der Universität Duisburg-Essen und der Westfälischen Hochschule bezeichnet sich das Campus als "anwendungsorientierte Wissenschaftseinrichtung". (aba)



