Die Cuxhavener PNE-Gruppe hat eine positive Zwischenbilanz für die digitale Plattform Wattmate gezogen. Die Vermarktungsplattform ging im Mai 2025 an den Start und hat bis Ende des Jahres insgesamt 80 Projekte im Zuge der Stromvermarktung begleitet. Nach Unternehmensangaben handelt es sich um Wind-, PV- und Batteriespeicherprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 1.100 Megawatt.
Für die PNE-Gruppe, die sich in der Vergangenheit vor allem die Entwicklung und Realisierung von Onshore- und Offshore-Windparks auf die Fahnen geschrieben hatte, hat sich mit Wattmate ein neues Geschäftsfeld erschlossen. "Mit diesem neuen Service werden wir erneut unserem Anspruch gerecht, ein Clean Energy Solutions Provider zu sein", kündigte das Unternehmen an.
Breites Spektrum an Vermarktungslösungen
Ziel der Plattform ist es, die wirtschaftliche Vermarktung des erzeugten Stroms anlagen- und marktsituationsgerecht zu optimieren. Das Spektrum der Vermarktungslösungen reicht dabei von der klassischen Direktvermarktung bis hin zu längerfristigen Power Purchase Agreements (PPAs).
Laut PNE bedient Wattmate einen klaren Trend hin zur Vermarktung erneuerbarer Erzeugung, die zunehmend komplexer und erfolgskritischer wird. Die zusätzlichen Vermarktungspotenziale gewinnen dabei an Bedeutung – "nicht nur durch mittel- und langfristige Stromverträge, sondern auch durch die Wahl einer projektspezifisch wertmaximierenden Vermarktungsform, die Kombination verschiedener Erzeugertypen oder die Erbringung von Systemdienstleistungen", hieß es aus Cuxhaven.
Wirtschaftlichkeit entscheidend
"Das Vermarktungspotenzial entscheidet immer häufiger über die Wirtschaftlichkeit eines Projekts", sagte Nils Kompe, Head of Power Origination & Green Markets bei PNE. Standardannahmen würden dabei zu kurz greifen. Gefragt seien künftig projektspezifische, marktnahe und technologieübergreifende Vermarktungsansätze.
Als neuen Trend sieht PNE das Thema "Co-Location-Batteriespeichersysteme", also Batteriespeicher, die am gleichen Standort wie erneuerbare Erzeugungsanlagen stehen und denselben Netzanschluss nutzen. Sie würden inzwischen nicht nur im Kontext von Photovoltaik-, sondern auch von Windenergieprojekten intensiv diskutiert, hieß es weiter. Die intelligente Verknüpfung von Erzeugung und Flexibilität ermögliche stabilere Erlösprofile und eröffne zugleich neue Vermarktungsoptionen. "Mit Wattmate können diese Aspekte ganzheitlich berücksichtigt werden."



