Besichtigten ein Brauchwasser-Pilotprojekt auf der Kläranlage Varel: (v.l.n.r.) OOWV-Vorsteher Sven Ambrosy, OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, OOWV-Projektingenieurin Kerstin Krömer und PKV-Geschäftsführer Ulrich Lange.

Besichtigten ein Brauchwasser-Pilotprojekt auf der Kläranlage Varel: (v.l.n.r.) OOWV-Vorsteher Sven Ambrosy, OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht, Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, OOWV-Projektingenieurin Kerstin Krömer und PKV-Geschäftsführer Ulrich Lange.

Bild: © Gunnar Meister/OOWV

Das Projekt „Water ReUse“ wird vom niedersächsischen Umweltministerium mit 500.000 Euro unterstützt, wie der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) mitteilt. Das Projekt hat der Versorger gemeinsam mit der Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV) pilotiert und geplant. Nun sollen die nächsten Schritte vorangetrieben werden.

PKV-Geschäftsführer Ulrich Lange erwartet sich von der Fördermittelzusage eine Signalwirkung. „Wir hoffen, dass dieser branchenübergreifende Ansatz zur Ressourcenschonung von Wasser, aber auch von Roh- und Wertstoffen sowie Energie und Wärme immer mehr Schule macht. Es stecken noch viele zu hebende Synergien in den branchen- und firmenstandortübergreifenden Kreisläufen, wenn sie nicht nur einzeln, sondern auch gemeinsam angegangen werden.“

Interesse an Wasserwiederverwendung steigt

Kerstin Krömer, Projektverantwortliche auf Seiten des OOWV, sieht in der Fördermittel-Zusage weiteren Rückenwind für Konzepte der Wasserwiederverwendung. Gereinigtes Abwasser fand nach ihren Worten als Ressource in Deutschland viele Jahre kaum Beachtung.

Das ändere sich aktuell grundlegend. „Durch den erhöhten Bedarf an Wasser im Rahmen der steigenden Wasserstoffproduktion wird sich diese Entwicklung nochmals verstärken“, sagt die Expertin.

Neue Ansätze im Wassermanagement

In einer Mitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz wird die Zusammenarbeit von PKV und OOWV „als Beispiel für die strategische Neuausrichtung des Wassermanagements und der Erstellung von lokalen und regionalen Konzepten“ bezeichnet.

Nach der Förderzusage bereiten die PKV und der OOWV in ihren jeweiligen Gremien entsprechende Projektanträge vor. Bei grünem Licht auf beiden Seiten könnte die Realisierung einer großtechnischen Anlage schon im kommenden Jahr starten. Bis zu 975.000 Kubikmeter können nach Fertigstellung von der Kläranlage Varel zum rund zwei Kilometer entfernten Werk fließen. (hp)

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