Die EU-Kommission hatte die Methodik zur Ausweisung der mit Nitrat belasteten Gebiete in Deutschland bemängelt und Nachbesserungen gefordert. Diese werden jetzt auch in Schleswig-Holstein umgesetzt.

Die EU-Kommission hatte die Methodik zur Ausweisung der mit Nitrat belasteten Gebiete in Deutschland bemängelt und Nachbesserungen gefordert. Diese werden jetzt auch in Schleswig-Holstein umgesetzt.

Bild: © photo 500/Adobestock

Die Landesregierung in Kiel hat eine geänderte Düngeverordnung gebilligt. Das Kabinett habe dem Entwurf von Landwirtschaftsminister Werner Schwarz zugestimmt, teilte das Ressort am Donnerstag mit. Damit werden Vorgaben der EU und des Bundes umgesetzt, um rückwirkende Strafzahlungen wegen Verstößen Deutschlands gegen die Nitratrichtlinie der EU zu vermeiden.

Nachbesserungsbedarf sehe er bei der Umsetzung des Verursacherprinzips, erläuterte Schwarz. «Landwirtschaftliche Betriebe, die nachweislich gewässerschonend wirtschaften, müssen dafür auch honoriert werden.»
 

Die EU-Kommission hatte die Methodik zur Ausweisung der mit Nitrat belasteten Gebiete in Deutschland bemängelt und Nachbesserungen gefordert. In solchen «roten Gebieten» ist das Grundwasser stärker mit Stickstoff belastet als anderswo. Deshalb ist der Einsatz von Dünger dort besonders begrenzt.

Deutliche Erhöhung bei der Zahl der Messstellen

Mit den Neuregelungen wächst in Schleswig-Holstein dem Ministerium zufolge der Anteil dieser Gebiete seit der letzten Ausweisung Ende 2020 von 5,4 auf 9,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Die Gründe lägen bei methodischen Änderungen, auf die sich EU und Deutschland verständigt hätten. Die Zahl der Messstellen sei beträchtlich auf 552 erhöht worden und solle bis 2024 weiter steigen. Ein dichteres Messnetz ermögliche eine genauere Differenzierung. Damit könnten Betriebe von Auflagen entlastet werden, wenn nachweislich keine Nitratbelastung bestehe. (dpa/hoe)

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