Vor allem im Bad gehen die Menschen bewusster mit Wasser um: Seit 2022 duscht etwa ein Drittel der Befragten kürzer oder badet seltener.

Vor allem im Bad gehen die Menschen bewusster mit Wasser um: Seit 2022 duscht etwa ein Drittel der Befragten kürzer oder badet seltener.

Bild: © towaiphoto/AdobeStock

Wofür brauchen die Berliner:innen eigentlich ihr Wasser? Und wie viel davon? Das wollten die Berliner Wasserbetriebe (deren Wasserzähler nur den Verbrauch eines gesamten Hauses messen) herausfinden und haben dazu mehr als 1000 Menschen in der Hauptstadt zu ihrer Wassernutzung befragen lassen.

Die Umfrage zeigt eine hohe Bereitschaft zum sorgsamen Umgang mit Trinkwasser: 90 Prozent der Befragten geben an, bereits Wasser zu sparen. Steigende Preise, Wasserknappheit (je 13 Prozent) und Umweltbewusstsein (15 Prozent) nennen die Befragten als Gründe für weitere Sparsamkeit.

Wassersparende Programme

Dies betrifft vor allem die jüngeren Generationen bis 44 Jahren. Immerhin ein Viertel der älteren Befragten ist allerdings der Ansicht, schon so sorgsam mit Wasser umzugehen, dass sie sich nicht noch weiter einschränken können. In die Wasserzukunft blicken zwei Drittel optimistisch: Sie glauben, dass Berlin auch in 20 Jahren noch ausreichend Wasser zur Verfügung hat.

Zum Spar- und Umweltbewusstsein passt, dass die meisten Befragten (82 Prozent) wasser- und energiesparende Programme an ihren Haushaltsgeräten nutzen, mehr als 70 Prozent haben eine Spülstopptaste an ihrer Toilette.

Regenwasser zum Bewässern

Mehr als zwei Drittel der Hauptstadt-Bewohner duschen lieber warm als kalt. Die Hälfte der Befragten hat einen sogenannten Regenduschkopf, der bis zu dreimal so viel Wasser verbraucht wie sparsame Duschköpfe. Dafür duschen die meisten ausgesprochen schnell: Mehr als zwei Drittel sind in bis zu zehn Minuten fertig.

Auch zur Gartenbewässerung sind die Berliner:innen befragt worden. Mehr als 50 Prozent der Garten- und fast 70 Prozent der Kleingartenbesitzer:innen bewässern mit Regenwasser. Sparpotenzial liegt in der Auswahl der Bewässerungszeit: 14 Prozent der Garten- und sogar 26 Prozent der Kleingartenbesitzer:innen geben an, ihren Garten mittags zu bewässern – wenn die Verdunstungsverluste am höchsten sind.

Pool-Befüllungen mit Trinkwasser

Das Gros der Befragten (57 Prozent) bewässert einen Balkon – und immerhin noch neun Prozent einen Straßenbaum. Für beides wird überwiegend Wasser aus der Leitung genutzt.

84 Prozent der Befragten besitzen weder einen Pool noch ein Planschbecken. Wer eines von beiden hat, befüllt es vor allem mit Leitungswasser – und nutzt das Wasser anschließend zur Gartenbewässerung, wozu es allerdings meist nicht geeignet ist, wie die Berliner Wasserbetriebe betonen. (hp)

Hier geht es zu den Ergebnissen im Einzelnen.

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper