Aus dem Wasserwerk Dresden-Coschütz kommt das Trinkwasser für 60 Prozent der Dresdner. Blick in die Filterhalle.

Aus dem Wasserwerk Dresden-Coschütz kommt das Trinkwasser für 60 Prozent der Dresdner. Blick in die Filterhalle.

Bild: © Oliver Killig/Sachsenenergie

Dresdens größtes Wasserwerk in Dresden-Coschütz wird erneuert. Die umfangreiche Sanierung dauert bis Januar 2024. Es finden sowohl Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen als auch Baumaßnahmen statt. So werden ein Teil des Stollens drei, der das Wasser aus der Talsperre Klingenberg nach Dresden bringt, und der Reinwassersammelkanal saniert.

„Coschütz ist unser größtes Trinkwasserwerk, welches 60 Prozent der Dresdner:innen täglich mit frischem Wasser versorgt. Die 54 Einzelmaßnahmen sind eng getaktet, um zügig wieder in Betrieb zu gehen. Aber nur so können wir die Versorgung langfristig sichern“, erläutert Robert Haas, verantwortlich für den Betrieb der Dresdner Wasserwerke.

Weitere Erneuerungen geplant

Während der Sanierung ist das Wasserwerk außer Betrieb. In dieser Zeit übernehmen die Wasserwerke in Tolkewitz und Hosterwitz die gesamte Trinkwasserversorgung Dresdens, die ihr Wasser aus dem Dargebot der Elbe beziehen. Aufgrund der unterschiedlichen Quellen des Rohwassers – Elbe oder Talsperrenwasser – unterscheidet sich bei der Aufbereitung die mineralische Zusammensetzung des Wassers.

Sachsenenergie investiert sechs Millionen Euro in das Hauptversorgungswerk. Der Versorger hat im ersten Halbjahr dieses Jahres bereits Teile des Wasserwerks Hosterwitz saniert und dafür mehr als drei Millionen Euro investiert. Auch zukünftig werden größere Investitionen in die Wasseranlagen notwendig sein, um den Bestand zu sichern und den Wasserbedarf langfristig sicher abzudecken.

Entwicklung des Wasserverbrauchs in Dresden

Nach einer konstanten Phase in den 2000er Jahren stieg der durchschnittliche Wasserverbrauch seit 2011 im Versorgungsgebiet der Sachsenenergie-Tochter Drewag, welches im Kern die sächsische Landeshauptstadt Dresden umfasst, kontinuierlich an. 2014 lag der mittlere Tagesverbrauch bei 105.000 Kubikmetern, 2021 bei rund 120.000 Kubikmetern.

Im Jahr 2022 verzeichnete Sachsenenergie einen durchschnittlichen Wasserverbrauch von rund 124.000 Kubikmetern pro Tag. Der Anteil der Großindustrie am Wasserverbrauch beträgt dabei 30 Prozent. Erst vor Kurzem hatte Sachsenenergie deshalb den Bau eines neuen Flusswasserwerks mit einem Investitionsvolumen von 320 Mio. Euro angekündigt. (hp)

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