Haben die Weichen für die Zukunft gestellt: (v.li.n.re.) Ralf Libuda, Geschäftsführer der Stadtwerke Gütersloh, Bernd Feldmann, Leiter Wassergewinnung, und Jakob Lorenz, Leiter Technik und Erzeugung, in der neuen Filterhalle. 

Haben die Weichen für die Zukunft gestellt: (v.li.n.re.) Ralf Libuda, Geschäftsführer der Stadtwerke Gütersloh, Bernd Feldmann, Leiter Wassergewinnung, und Jakob Lorenz, Leiter Technik und Erzeugung, in der neuen Filterhalle. 

Bild: © Stadtwerke Gütersloh

Neubau der Filterhalle, Austausch der Reinwasserpumpen, Erneuerung der Technik und zahlreicher Versorgungsleitungen, Wiederherstellung des Außenbereichs: Laut Bernd Feldmann, Leiter Wassergewinnung bei den Stadtwerken Gütersloh, blieb die Sanierung im laufenden Betrieb trotz Lieferengpässen weitgehend im Zeit- und Kostenplan. 4,6 Mio. Euro standen schließlich zu Buche. Die Mehrkosten bewegten sich damit im niedrigen Prozentbereich.

Insbesondere die Filtertechnik samt Pumpen war in die Jahre gekommen. Sie stammte noch aus dem Baujahr des Wasserwerks, nämlich von 1963. Üblicherweise seien solche Anlagen nach spätestens 25 Jahren ein Modernisierungsfall. „Es spricht für unsere Instandhaltungsexpertise, dass die Investition in eine neue Filtertechnik erst nach gut 60 Jahren notwendig war“, betonte Feldmann.

Doppelt so hohe Filterleistung

Doch das Alter der Anlagen war nicht der einzige Grund, weshalb sich die Stadtwerke für die umfangreiche Sanierung entschieden. „Der Bedarf an Trinkwasser wird in den kommenden Jahren steigen“, so Libuda. „Wir bereiten unsere Kapazitäten bereits heute darauf vor, um jederzeit eine ausreichende und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung für die wachsende Bürgerschaft sicherzustellen.“

Die Größe der Filterkessel sei hierfür ein gutes Beispiel. Die neuen Kessel haben ein Fassungsvermögen von jeweils 80 Kubikmeter. Pro Stunde können sie bis zu 600 Kubikmeter Wasser filtern. Die alten Kessen schafften nur 300 Kubikmeter stündlich.

Hohe Fördersumme

Bei der Anlagentechnik haben sich die Stadtwerke für eine sehr kompakte und platzsparende Bauweise entschieden. Daher konnte der Baukörper auch kompakt und kostengünstig erstellt werden. Das neue Reinwasserpumpwerk wurde in die vorhandene Schieberkammer der Reinwasserbehälter integriert. Das sparte ebenfalls Baukosten, da der Raum bereits vorhanden war. Weiterer Vorteil: Die Pumpen können optimal betrieben werden, da sie das Trinkwasser auf sehr kurzem Wege direkt aus dem Behälter saugen können.

Für das neue Reinwasserpumpwerk hatten sich die Stadtwerke Gütersloh im Jahr 2021 erfolgreich um Fördermittel beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) beworben. Aus dem Programm „Nationale Klimaschutzinitiative“ erhielten sie einen Betrag im niedrigen sechsstelligen Bereich.

PV-Anlage rundet nachhaltige Sanierung ab

Nachhaltigkeit war auch ein wichtiger Gesichtspunkt den Maßnahmen. Die Anlage verbraucht bis zu 20 Prozent Energie gegenüber dem alten Reinwasserpumpwerk.. Außerdem wurde im Zuge des Filterhallen-Neubaus auf dessen Dach auch eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von rund 25 kW/p errichtet.

Sie ergänzt die bereits bestehenden PV-Anlage des Wasserwerks. „So konnten wir den Erzeugungsgrad von rund 110 kW/p auf gut 135 kW/p erhöhen“, freut sich Feldmann. (hp)

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