Auch in Gärten und Swimmingpools wird viel Wasser verbraucht.

Auch in Gärten und Swimmingpools wird viel Wasser verbraucht.

Bild: © Jeriko/AdobeStock

Von Elwine Happ-Frank

Niedrige Grundwasserstände, ausgetrocknete Flussbetten, Wasserentnahmeverbote in heißen Monaten – der Klimawandel wirkt sich im Südwesten schon jetzt deutlich auf die Wasserversorgung aus. "Das wird sich künftig noch verschärfen", sagte der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Derzeit unterzieht die Landesregierung im Rahmen ihres Masterplans Wasserversorgung alle Kommunen einem Klimacheck. Die Untersuchungen berechnen die Wassersituation im Jahre 2050. Die baden-württembergische Umweltministerin Thekla Walker hat am Dienstag im Ministerrat eine erste Zwischenbilanz vorgestellt.

Ziel des Masterplans ist eine zukunftsfähige Wasserversorgung mit Trinkwasser in den Kommunen des Landes. Die Untersuchungen berechnen die Wassersituation im Jahre 2050.

Fördermittel gegen massive Gebührensteigerungen

Zwischenergebnisse zeigen: Mehr als die Hälfte der Kommunen wird den Spitzenbedarf an Trinkwasser 2050 nicht decken können. In rund drei Prozent der Versorgungsgebiete besteht bereits aktuell ein Defizit bei der Deckung des mittleren Wasserverbrauchs. Bis 2050 erhöht sich dieses auf zwölf Prozent.

Der Masterplan Wasserversorgung ist laut dem Umweltministerium ein bundesweit einmaliges Projekt, das die Wasserversorgungsinfrastruktur in allen 1101 baden-württembergischen Kommunen erhebt und analysiert. Die Analysen werden in fünf Chargen durchgeführt und 2026 abgeschlossen sein.

Auf Basis des Klimachecks erhalten die Städte und Gemeinden konkrete Tipps zur Reaktion auf Wasserprognosen für 2050. Dabei handelt es sich um Handlungsempfehlungen wie beispielsweise die Erschließung neuer Wasserressourcen, die Anpassung beziehungsweise Optimierung technischer Anlagen und die Erhöhung der Ausfallsicherheit sowie die Anpassung von Wasser- und Bezugsrechten.

Damit die notwendigen Investitionen ins Wassernetz nicht zu massiv steigenden Gebühren führen, stellt das Land zusätzliche Fördermittel bereit. Für 2025 stünden 64 Millionen Euro, für 2026 knapp 88 Millionen Euro zur Verfügung, hieß es. (mit dpa)

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