Bei der Vertragsunterzeichnung (v.li.n.re.): Sven Ambrosy, Verbandsvorsteher des OOWV, Karsten Specht, Geschäftsführer des OOWV, Stephan Eiklenborg, Bürgermeister der Gemeinde Sande, und Maximilian Graf von Wedel, CEO der Friesen Elektra

Bei der Vertragsunterzeichnung (v.li.n.re.): Sven Ambrosy, Verbandsvorsteher des OOWV, Karsten Specht, Geschäftsführer des OOWV, Stephan Eiklenborg, Bürgermeister der Gemeinde Sande, und Maximilian Graf von Wedel, CEO der Friesen Elektra

Bild: © OOWV

Von Elwine Happ-Frank

Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und Friesen Elektra Green Energy (Friesen Elektra) haben eine Kooperation geschlossen. Ziel ist es, den von Friesen Elektra betriebenen Wasserstoffpark Friesland mit Wasser zu versorgen.

Im Wasserstoffpark Friesland in Sande sollen Elektrolyseanlagen mit bis zu 2,4 Gigawatt installierter Leistung entstehen. Der Park liegt strategisch günstig mit einer direkten Anbindung an das Höchstspannungsnetz und das geplante Wasserstoffkernnetz sowie in der Nähe zu Wasserstoff-Kavernenspeichern.

"Der Wasserstoffpark Friesland nutzt die erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Solarenergie und soll zu einem der führenden Wasserstoff-Produktionsstandorte in Deutschland werden", sagt Maximilian Graf von Wedel, CEO der Friesen Elektra. Der Nordwesten Deutschlands sei prädestiniert für die Elektrolyse von Wasserstoff, heißt es in einer Presseerklärung von OOWV. Doch um grünen Wasserstoff zu gewinnen, wird auch Wasser benötigt.

Der OOWV erarbeitet bereits seit Herbst 2023 gemeinsam mit dem Institut für Wasserforschung (IWW) und dem Energy Hub Port of Wilhelmshaven eine von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Machbarkeitsstudie, die Optionen für die Wasserversorgung aller Projekte des Energy Hubs in Wilhelmshaven und Sande untersucht.

Alternative Quellen für die Wasserstoffproduktion

Die Versorgung des Wasserstoffparks Friesland übernimmt das OOWV-Tochterunternehmen IWAG (Industriewasserversorgungsgesellschaft Nordwest-Niedersachsen). "Wenn eine Region die Wertschöpfung aus erneuerbarer Energie und vorhandenem Wasser schafft, dann ist es diese", sagt IWAG-Firmenleiterin Kerstin Krömer. Sie hat als ehemalige Projektleiterin beim OOWV jahrelange Erfahrung und großes Fachwissen, wenn es darum geht, Wasserbedarf über Brauchwasser zu decken.

Die Wasserstoffproduktion dürfe nicht in Konkurrenz zur Trinkwasserversorgung treten, erläutert Krömer. "Daher arbeiten wir an der Nutzung alternativer Quellen, wie beispielsweise gereinigtem Abwasser, Meerwasser und Oberflächenwasser. Diese Ressourcen, gegebenenfalls in Kombination, stehen prinzipiell in ausreichendem Maße zur Verfügung. Wir sind technologisch in der Lage, jedes Wasser so aufzubereiten, dass es den sehr hohen Anforderungen für die Elektrolyse genügt."

Von der Landwirtschaft zum Wasserstoffpark

"Trink- und Brauchwasserversorgung ist unser Kerngeschäft und unsere gesellschaftliche Aufgabe“, sagt OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht. „Daher bin ich froh, dass wir gemeinsam mit der Friesen Elektra verlässliche und zukunftsweisende Lösungen entwickeln, die auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz basieren und zudem die so erzeugte Energie noch ein Stück grüner machen."

Friesen Elektra gewinnt seit 1999 erneuerbare Energien aus einem Windpark in Norddeutschland und ist Teil der Gruppe Gödens. Der ursprünglich rein landwirtschaftliche Betrieb hat sich über die vergangenen 20 Jahre zu einer breit aufgestellten Unternehmensgruppe in Niedersachsen diversifiziert.

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper