Jede Verkleinerung von Garzweiler bedeutet eine Veränderung der Verfügbarkeit von Sümpfungs- und damit Ersatzwasser.

Jede Verkleinerung von Garzweiler bedeutet eine Veränderung der Verfügbarkeit von Sümpfungs- und damit Ersatzwasser.

Bild: © OrthsMedien/AdobeStock

Die Ankündigung der neuen Bundesregierung, das Ende des Tagesbaus Garzweiler idealerweise schon 2030 anzustreben, stellt für die Stadt Mönchengladbach eine enorme Herausforderung dar. Das betonte Umweltdezernent Gregor Bonin auf einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Mobilität.

Die Laufzeitverkürzung um acht Jahre würde rund um Garzweiler zu Veränderungen bei der Rekultivierung der Flächen und der Entwicklung der Tagebaufolgenlandschaft sowie bei den wasserwirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen. Die Lage und Größe des Tagebaurestsees würde sich verändern, wodurch sich zukünftig auch Auswirkungen auf die Anbindung der Niers ergeben werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Planungen für Befüllung verschieben sich

Der Zeitpunkt, zu dem Rheinwasser für die Befüllung des sogenannten östlichen Restlochs (Flächen außerhalb des Tagebaus und der bereits abgebauten, aber noch zur Wiedernutzbarmachung anstehenden Flächen des Tagebaus) sowie zur Stützung des Grundwasserhaushalts und der Oberflächengewässer benötigt wird, werde sich verschieben. Denn jede Tagebauverkleinerung bedeute eine andere Verfügbarkeit von Sümpfungs- und damit Ersatzwasser.

„Auch wenn sich das Ausstiegsszenario gut anhören mag, sehen wir ein erhebliches und dauerhaftes Gefährdungspotenzial für den gesamten Natur- und Wasserhaushalt einschließlich der Trink- und Brauchwasserversorgung im Nordraum“, so Bonin. „Unsere Überlegungen, ein Innovation Valley zu verwirklichen, wären außerdem wahrscheinlich nicht mehr umsetzbar.“ (hp)

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