Die Vorschriften fürs Düngen müssen zukünftig angepasst werden. Ein Minister will direkt in die Vollen gehen. Der VKU applaudiert.

Die Vorschriften fürs Düngen müssen zukünftig angepasst werden. Ein Minister will direkt in die Vollen gehen. Der VKU applaudiert.

Bild: © Oliver Berg/dpa

Resilienz ist das Hauptthema für die Wasserversorgung in Zeiten des Klimawandels. „Vor dem Hintergrund deutlicher Klimaveränderungen und Risiken für die Daseinsvorsorge ist es nicht selbstverständlich, dass auch in einem hoch entwickelten Indus­trieland wie Deutschland Trinkwasser dauerhaft, jederzeit und überall in hervorragender Qualität verfügbar ist“, sagte Wolf Merkel, Vorstand Wasser beim DVGW.

Die für dieses Jahr in Aussicht gestellte Novellierung und Inkraftsetzung der Trinkwasserverordnung hat für den DVGW als Regelsetzer für das Wasserfach eine herausragende Bedeutung. Erstmals seit 20 Jahren tritt im Frühjahr eine komplett überarbeitete Fassung in Kraft, die laut dem Verband in vielen Punkten den Anforderungen an ein modernes Trinkwassermanagement gerecht wird.

Lob für die Nationale Wasserstrategie

Der DVGW begrüßt auch die Entscheidung der Bundesregierung, mit der Nationalen Wasserstrategie auf die drängenden Probleme der Wasserversorgung unserer Zeit zu reagieren. Positiv ist der deutliche Wille zum ressortübergreifenden Handeln in überregionaler Initiative, statt auf einzelne Impulse aus der EU zu reagieren.

Jetzt müsse es darum gehen, die Aktionsprogramme der Bundesregierung in den kommenden Jahren aktiv zu unterstützen. Der DVGW könne mit den Ergebnissen aus dem Zukunftsprogramm Wasser konkrete Lösungsvorschläge anbieten, heißt es in der Mitteilung zur Jahresauftakt-Pressekonferenz.

Wasserbewusste Gesellschaft

Mit den zahlreichen Anforderungen für eine zukunftsfeste Wasserversorgung hat sich eine Gruppe von Fachleuten der Wasserwirtschaft unter gemeinsamer Federführung von DVGW und der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft (DWA) auseinandergesetzt. Daraus sei die „Vision einer wasserbewussten Gesellschaft für das Jahr 2100“ abgeleitet worden.

Die Vision stelle hohe Ansprüche an den Gesetzgeber, damit er den vorsorgenden Gewässerschutz durch Stoffverbote, Herstellerverantwortung und Anwendungsbegrenzungen ernst nimmt. Die wasserwirtschaftliche Infrastruktur – Talsperren, Brunnen, Wasserwerke, Leitungsnetze, Speicherbehälter – müsse, den Anforderungen des Klimawandels folgend, weiter ausgebaut, die bestehende in einem guten Zustand erhalten werden.









Vorstellung im ersten Quartal

Die Vision 2100 ist im Rahmen des DVGW-Zukunftsprogramms Wasser erarbeitet worden. Eine Veröffentlichung durch DVGW und DWA ist für das erste Quartal 2023 vorgesehen. (hp)

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