Eine Hochwasser-Marke der Überflutungskatastrophe 2021 am alten Rathaus in der Stolberger Innenstadt. Mit der neuen App können mögliche Wasserstände für jeweils drei Szenarien für eine beliebige Adresse in Nordrhein-Westfalen ermittelt werden. Die Wasserstandshöhen können sowohl am Haus (schematisch) als auch in der Karte dargestellt werden.

Eine Hochwasser-Marke der Überflutungskatastrophe 2021 am alten Rathaus in der Stolberger Innenstadt. Mit der neuen App können mögliche Wasserstände für jeweils drei Szenarien für eine beliebige Adresse in Nordrhein-Westfalen ermittelt werden. Die Wasserstandshöhen können sowohl am Haus (schematisch) als auch in der Karte dargestellt werden.

Bild: © Oliver Berg/dpa

Die von Emschergenossenschaft Lippeverband (EGLV) entwickelte «Flood Check App» soll in den kommenden Monaten landesweit ausgerollt werden, wie die nordrhein-westfälischen Ministerien für Umwelt und Kommunales mitteilten. Das Tool hatte der Wasserverband bereits 2020 entwickelt.

Bislang war die App nur in Bochum, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne und Herten verfügbar. Nun soll das Angebot allen Bürger:innen in NRW zur Verfügung gestellt werden. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde am Dienstag mit dem Vorstandsvorsitzenden von Emschergenossenschaft Lippeverband, Uli Paetzel, unterschrieben.

Angaben zu jeder NRW-Adresse

Ziel ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf Informationen zur konkreten Gefährdungslage ihrer Immobilie zu ermöglichen, sagte Bau- und Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU). „Hierfür stellen wir rund 300.000 Euro aus dem Wiederaufbau zur Verfügung.“

Nutzer geben in die App ihre Wohnadresse ein und beantworten Fragen zur baulichen Beschaffenheit des Wohnobjektes. Daraus wird ermittelt, wie groß das Risiko möglicher Starkregen- und Hochwassergefahren für die Immobilie ist. Das landesweite Ausrollen der neuen App dauert nach Angaben der Ministerien bis zu neun Monate.

2021 soll sich nicht wiederholen

Anlass für das digitale Vorsorge-Instrument war die Jahrhundertflut im Juli 2021. Bei der Hochwasserkatastrophe waren allein in NRW 49 Menschen ums Leben gekommen. Der Starkregen und die Wasserfluten verursachten Schäden in Höhe von 13 Mrd. Euro. Nahezu die Hälfte aller Städte und Gemeinden war betroffen. (dpa/hp)

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