Das Rudolf-Fettweis-Werk in Forbach hat derzeit eine Gesamtleistung von rund 71 Megawatt. Es besteht aus vier Einzelkraftwerken, die zwischen 1914 und 1926 gebaut wurden.

Das Rudolf-Fettweis-Werk in Forbach hat derzeit eine Gesamtleistung von rund 71 Megawatt. Es besteht aus vier Einzelkraftwerken, die zwischen 1914 und 1926 gebaut wurden.

Bild: © EnBW

EnBW Energie Baden-Württemberg hat für den geplanten Ausbau des Rudolf-Fettweis-Werks (RFW) in Forbach (Nordschwarzwald) den Planfeststellungsbescheid erhalten. Das Regierungspräsidium Karlsruhe erteilte die Genehmigung für den geplanten Umbau des bisherigen Laufwasser- und Speicherkraftwerks und den Ausbau des Pumpspeicherwerks.

„Der Planfeststellungbescheid ist ein sehr wichtiger Meilenstein für unser Projekt. Seit der Einreichung der Antragsunterlagen Anfang 2018 haben wir intensiv mit den beteiligten Behörden zusammengearbeitet, um die vielfältigen Auflagen für ein komplexes Bauvorhaben dieser Art zu erfüllen“, sagt der zuständige EnBW-Projektleiter Ulrich Gommel.

Fertigstellung für 2027 geplant

Damit liegen laut EnBW nun die wesentlichen behördlichen Genehmigungen vor, die für das geplante Projekt erforderlich sind. Im nächsten Schritt stehe nun die endgültige Investitionsentscheidung durch die entsprechenden Unternehmensgremien an. Diese soll voraussichtlich bis Mitte Mai getroffen werden.

Die Gesamtkosten liegen im unteren dreistelligen Millionenbereich (Euro). Die Bauarbeiten könnten dann Anfang 2024 starten und sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Neue Kraftwerkstechnik

Der Umbau sieht vor, das bestehende Ausgleichsbecken in Forbach um einen unterirdischen Kavernenwasserspeicher im angrenzenden Berg zu erweitern und diesen dann als Unterbecken zu nutzen. Die komplett neue Kraftwerkstechnik, zu der unter anderem eine cirka 54 Megawatt (MW) starke Pumpturbine für das Schwarzenbachwerk und drei Francis-Turbinen mit insgesamt circa 23 MW für das Murgwerk gehören, wird ebenfalls innerhalb des Berges in einer eigenen Kraftwerkskaverne untergebracht. Die Schwarzenbachtalsperre dient weiterhin als Oberbecken. (hp)

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