Hessen will angesichts der Klimakrise vorausschauend beim Schutz der Grundwasserreserven handeln.

Hessen will angesichts der Klimakrise vorausschauend beim Schutz der Grundwasserreserven handeln.

Bild: © brudertack69/AdobeStock

Der überwiegende Teil des Trinkwassers in Hessen wird aus Grundwasser gewonnen wird. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) wertet deshalb regelmäßig alle fünf Jahre die Grundwasserqualität aus.

In dem Grundwasserbeschaffenheitsbericht, der auf Daten für das Jahr 2022 basiert, soll die Situation in Hessen anschaulich und allgemeinverständlich dargestellt werden. Die Untersuchung gibt Auskunft zu natürlichen und anthropogenen Einflussgrößen auf das Grundwasser.

Vergleiche mit Vorberichten

Insbesondere anhand der vergangenen Beschaffenheitsberichte aus den Jahren 2012 und 2017 lassen sich mit dem nun vorliegenden Bericht weitergehende Vergleiche und damit Veränderungen im Grundwasser aufzeigen, stellt das HLNUG fest.

Danach stellt Nitrat nach wie vor die Hauptbelastung des Grundwassers dar. Dennoch seien hier Erfolge durch die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft und die ergriffenen Maßnahmen zu verzeichnen.

Höhere und niedrigere Belastungen

Die Belastung mit Pflanzenschutzmittelwirkstoffen und deren Abbauprodukten sei in den letzten zwei Jahrzehnten insgesamt zurückgegangen. Die Häufigkeit der gefundenen sogenannten „nicht relevanten Metabolite“, Abbauprodukten von Pflanzenschutzmitteln, sei hingegen gestiegen, heißt es in einer Zusammenfassung des Beschaffenheitsberichts.

Neu ist die erweiterte Betrachtung der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Sie sind die am häufigsten nachgewiesenen organischen Spurenstoffe im Grundwasser. Die derzeit geltenden Vorsorgewerte für PFAS-Einzelverbindungen im Grundwasser wurden im aktuellen Zeitraum hessenweit an lediglich zwei Messstellen des Landesgrundwasserdienstes überschritten.

Ausgangsbasis für weitere Maßnahmen

Der Grundwasserbeschaffenheitsbericht 2022 bietet durch die systematische Beobachtung der Grundwassersituation nach Ansicht des HLNUG eine sehr gute Basis, um vorhandene Belastungen des Grundwassers und deren Entwicklung frühzeitig zu erkennen, damit gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Verminderung eingeleitet bzw. bestehende fortgesetzt werden können. (hp)

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