Die Talsperre Spremberg spielt laut brandenburgischem Umweltministerium bis heute eine zentrale Rolle für den Wasserhaushalt der Lausitz und der Spree.

Die Talsperre Spremberg spielt laut brandenburgischem Umweltministerium bis heute eine zentrale Rolle für den Wasserhaushalt der Lausitz und der Spree.

Bild: © Patrick Pleul/dpa

Die Lage an der Spree spitzt sich zu: Angesichts anhaltend niedriger Pegel hat das Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU) eine länderübergreifende Arbeitsgruppe einberufen. Ziel der Spree-Anrainer Berlin, Brandenburg und Sachsen ist eine bessere Verwaltung der verbliebenen Wasserreserven.  

Die Niedrigwasser-Ampel Brandenburgs warnt aktuell an 25 von 26 Messstellen. Zu Beginn des Sommers waren die Speicher im Spreegebiet nur zur Hälfte gefüllt. Grund dafür sind geringe Niederschläge in diesem Jahr. Im oberen Einzugsgebiet der Spree in Sachsen wurden vielerorts im Winter und Frühjahr nur rund 70 Prozent der saisonal üblichen Niederschlagsmenge gemessen. Daher könne nicht genug Wasser in die Spree geleitet werden, um die Situation zu entschärfen, erklärte das Brandenburger Landesamt. 

"Die Auswirkungen zeigen sich insbesondere an den Pegeln Leibsch Unterpegel (UP) und Große Tränke Unterpegel", teilte das Landesamt mit. Am Leibsch Unterpegel etwa liegt der Abfluss seit Ende Mai dauerhaft unter dem Mindestabfluss von 4,5 Kubikmetern pro Sekunde. Im Mittel wurden dort seit Mai nur 3,46 Kubikmeter pro Sekunde gemessen – der langjährige Juli-Mittelwert für diesen Pegel liegt bei 7,09 Kubikmetern pro Sekunde.  

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Die Talsperre Spremberg südlich von Cottbus soll Wasserverluste vorerst ausgleichen: Sie soll in den kommenden Tagen mehr Wasser in die Spree abgeben, bis der Wasserstand in der Talsperre von derzeit 90,33 Metern über dem Meeresspiegel auf 90 Meter abgesunken ist. Dann sollen Instandhaltungsarbeiten an der Talsperre durchgeführt werden. Die Länder-Arbeitsgruppe muss entscheiden, aus welchen Speichern danach die Spree aufgefüllt werden kann. 

Entnahmestopps und steigender Druck auf Versorger 

Schon zuvor reagierten die Behörden auf die anhaltende Trockenheit: Mehrere Brandenburger Landkreise haben bereits die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern verboten. Laut dem Brandenburger Umweltministerium haben neun der 18 Landkreise und kreisfreien Städte Entnahmeverbote erlassen, darunter Havelland, Elbe-Elster und Potsdam-Mittelmark seit Anfang Juli 2026. Cottbus bereitet eine entsprechende Verfügung vor. 

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Kommunale Wasserversorger in der Region stehen unter Druck: "An besonders heißen Tagen steigt der Wasserverbrauch gegenüber dem normalen Niveau um bis zu 80 bis 100 Prozent", erklärte Marten Eger, technischer Geschäftsführer der LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG. Hauptursache dafür sei die intensive Bewässerung von Gärten und Grünflächen. 

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