Anfang Mai war noch die Hälfte der Stellen in kommunalen Freibädern nicht besetzt.

Anfang Mai war noch die Hälfte der Stellen in kommunalen Freibädern nicht besetzt.

Bild: © Friso Gentsch/dpa

50 Prozent der Stellen in Deutschlands Freibädern waren Anfang Mai laut Verband kommunaler Unternehmen (VKU) unbesetzt. Das geht aus einer Umfrage des Verbands unter 314 Betreibern gemeindlicher Bäder hervor. Dabei erwarten 89 Prozent der Freibadbetreiber in diesem Sommer mehr oder ähnlich viele Besucher wie im Jahr 2023.

Der bauliche Zustand der Freibäder ist laut VKU «noch gut». 16 Prozent der in der Befragung berücksichtigten Bäder seien frisch saniert, und 49 Prozent müssen in den nächsten fünf Jahren nur leicht ausgebessert werden.

Viele Freibäder brauchen Sanierung

Bei den restlichen rund 35 Prozent sollten in den kommenden fünf Jahren umfangreiche Sanierungen anstehen, aber gut 56 Prozent der Betreiber sehen sich dabei Hindernissen gegenüber. Sie bemängeln etwa nicht ausreichende Fördermittel (37 Prozent) und beklagen gestiegene Baukosten (26 Prozent).

 «Der Fachkräftemangel ist dramatisch, zugleich dürfen wir den Sanierungsbedarf unserer Bäder selbst nicht aus den Augen verlieren», kommentiert VKU-Chef Ingbert Liebing die Umfrageergebnisse. «Zwar müssen vor allem die Hallenbäder, in denen Kinder schwimmen lernen, saniert werden. Doch schon der Blick auf die Freibäder zeigt: Die Fördermittel reichen nicht aus.»

Liebig fordert Kommunen, Länder und Bund auf, gegenzusteuern. «Der Staat muss mehr für die Bäder tun, weil sie als Angebot der kommunalen Daseinsvorsorge für Jung und Alt in Stadt und Land, in armen und reichen Kommunen erhalten bleiben müssen.» (dpa/hp)

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