Mit dem neuen GIS-System können beispielsweise neue Trinkwasserleitungen besser geplant werden.

Mit dem neuen GIS-System können beispielsweise neue Trinkwasserleitungen besser geplant werden.

Bild: © noon@photo/AdobeStock

Rewag erhöht zum 1. September ihre Trinkwasserpreise für das Stadtgebiet Regensburg. Anlass der Preisanpassung seien vor allem hohe Investitionen, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt. Zuletzt hatte der Versorger die Preise 2022 angehoben.

Die verbrauchsunabhängigen Kosten, wie Investitionen in Versorgungssicherheit, Verrechnung und Messtechnik, seien in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Deshalb muss der Trinkwasserpreis um 3,5 Prozent erhöht werden.

Konkrete Auswirkungen

Dadurch ergeben sich für einen durchschnittlichen Haushalt mit zwei Personen und einem Wasserverbrauch von 80 Kubikmetern monatliche Mehrkosten von rund 0,59 Euro, also 7,08 Euro im Jahr (Brutto-Preise). Der Verbrauchspreis je Kubikmeter steigt von 1,69 Euro auf 1,74 Euro brutto.

Die Grundkosten - bestehend aus dem Bereitstellungs- und Verrechnungspreis - steigen von 6,85 Euro auf 7,08 Euro pro Monat brutto. Trotz dieser Erhöhung sind die Trinkwasserpreise in Regensburg laut Unternehmensangaben im Vergleich mit den zehn größten Städten Bayerns "weiterhin auf sehr niedrigem Niveau".

Hochwasserschutz für die eigenen Gewinnungsanlagen

Mit der Preisanpassung geht es der Rewag vor allem darum, die Qualität des Trinkwassers langfristig sicherzustellen. Über einen Betrachtungshorizont bis 2035 werden sich die Aufwendungen auf etwa 36 Mio. Euro summieren.

Schwerpunkte sind die Sanierung von Trinkwasserspeichern, der Bau von neuen Wassergewinnungsanlagen wie in Laub/Zeitlarn, Verbundleitungen zwischen der Stadt Regensburg und dem nördlichen und westlichen Landkreis Regensburg, Maßnahmen zum Hochwasserschutz sowie die verstärkte Erneuerung des Leitungsnetzes. Eine große Herausforderung in der nahen Zukunft ist außerdem der Hochwasserschutz in den Wasserschutzgebieten und Wassergewinnungsanlagen der Rewag.

Ausnahmen von der Preiserhöhung

Ausgenommen von der Preiserhöhung sind in Regensburg die Stadtteile Ober- und Niederwinzer, die Lappersdorfer Ortsteile Kareth und Rehtal, Donaustauf (ohne die Ortsteile Sulzbach a.d. Donau, Dachsberg und Hammermühle), Zeitlarn, der Ort Barbing und das Gewerbegebiet Unterheising. Auch die Preise für das Gemeindegebiet Tegernheim bleiben unverändert. (hp)

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