Lothar Böck (li.), Vorstand der Stadtwerke Günzburg, und Gerhard Jauernig, Oberbürgermeister von Günzburg und Verwaltungsratsvorsitzender der SWG, präsentieren im Trinkwasserbehälter im Birket ihre Pläne für die Zukunft der Wasserversorgung in Günzburg.

Lothar Böck (li.), Vorstand der Stadtwerke Günzburg, und Gerhard Jauernig, Oberbürgermeister von Günzburg und Verwaltungsratsvorsitzender der SWG, präsentieren im Trinkwasserbehälter im Birket ihre Pläne für die Zukunft der Wasserversorgung in Günzburg.

Bild: © Carmen Willer/Stadt Günzburg

Die Stadt Günzburg erlebte in den zurückliegenden Jahren einen gewaltigen Bevölkerungszuwachs und einen steigenden Bedarf an Wasser, der auch durch die gewerbliche Entwicklung auf dem Gemarkungsgebiet der Kreisstadt bedingt ist. Damit die Versorgung in Zukunft gewährleistet ist, wollen Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, der zugleich Verwaltungsratsvorsitzender der Stadtwerke Günzburg ist, sowie deren Vorstand Lothar Böck bereits jetzt die Weichen für die Zukunft stellen.

Die Stadtwerke und die Stadt haben deshalb ein Konzept erarbeitet, das die Entwicklung der Wasserversorgung in Günzburg in den nächsten 20 Jahren berücksichtigt. Dabei wurden ausgehend von einer Bestandsanalyse entsprechende Zukunftsprognosen errechnet, die die kontinuierliche Weiterentwicklung des Stadtgebietes beinhalten. Daraus, so Gerhard Jauernig in einem Pressegespräch, ergeben sich künftige Wasserbedarfe, die mittels entsprechender baulicher Maßnahmen bereitgestellt werden müssen.

Neubau eines Brunnens

In diesem Zusammenhang wird das bestehende Wasserschutzgebiet überprüft und bei Bedarf im Rahmen eines wasserrechtlichen Verfahrens angepasst. Auch der Neubau einer Brunnenanlage ist vorgesehen, welche voraussichtlich im Bereich des Nauwaldes nördlich der Donau entstehen soll. In einem weiteren Schritt müssen die Kapazitäten von Hochbehältern von derzeit 7000 Kubikmeter um eine weitere Speicheranlage mit rund 5000 Kubikmeter erweitert werden.

Das gesamte Investitionsvolumen ist mit über 10 Mio. Euro angesetzt. Nicht eingerechnet sind dabei die Baumaßnahmen im Leitungsnetz, die derzeit bei jährlich bis zu rund 1,5 Mio. Euro liegen. „Zurzeit fördern die Stadtwerke durchschnittlich 2,5 Mio. Kubikmeter Frischwasser jährlich. Diese Fördermengen aus den verschiedenen Grundwasserschichten müssen vom Wasserwirtschaftsamt genehmigt werden. Gefördert wird aus unterschiedlichen, sogenannten Grundwasser-Stockwerken aus Tiefen von sechs Metern, 80 Metern bis zu Tiefen von 260 Metern“, erläutert der Stadtwerke-Vorstand. (hp)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper