Damit bei heftigem Regen kein Abwasser aus der Kanalisation in die Spree gespült werden, haben die Berliner Wasserbetriebe in den vergangenen Jahren viele unterirdische Überlaufbecken gebaut.

Damit bei heftigem Regen kein Abwasser aus der Kanalisation in die Spree gespült werden, haben die Berliner Wasserbetriebe in den vergangenen Jahren viele unterirdische Überlaufbecken gebaut.

Bild: © Sina Ettmer/AdobeStock

Im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages fand am Mittwoch eine öffentliche Anhörung zum Wassermanagement für die Spree nach dem Kohleausstieg in der Lausitz statt. Dazu erklären die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Anja Weisgerber, und die zuständige Berichterstatterin Astrid Damerow:

"Es ist absehbar: Mit der Beendigung des Braunkohleabbaus in der Lausitz wird der Spree das Grubenwasser fehlen. Wenn die Bundesregierung nicht schleunigst handelt, wird auch der Millionenmetropole Berlin sprichwörtlich der Hahn zugedreht“, sagte Weisgerber.

Problem ist seit Langem bekannt

Denn Berlin gewinne sein Trinkwasser zu einem erheblichen Teil aus Uferfiltrat der Spree. „Das Problem ist nicht neu. Bereits 2020, bei der Verabschiedung des Kohleausstiegsgesetzes, hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf die Situation aufmerksam gemacht“, so Weisgerber weiter.

"Es braucht ein schlüssiges Wassermanagementkonzept für das gesamte Einzugsgebiet der Spree“, stellt Damerow fest. Die Bundesregierung müsse die gesetzlichen Rahmenbedingungen vorgeben, damit die Länder dementsprechend handeln können.

Denn nicht nur die Trinkwasserversorgung Berlins sei von den Folgen des Kohleausstiegs betroffen. „Auch die Region Spreewald und die Lausitz brauchen ein tragfähiges Konzept für die Zeit nach dem Kohleausstieg. Die Zeit drängt“, sagte Damerow. (dpa/hp)

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