Laut Tesla fallen in der Fabrik in Grünheide bei Berlin nur Abwässer aus sanitären Anlagen und Küchen an. Die Prozesswässer werden vor Ort aufbereitet.

Laut Tesla fallen in der Fabrik in Grünheide bei Berlin nur Abwässer aus sanitären Anlagen und Küchen an. Die Prozesswässer werden vor Ort aufbereitet.

Bild: © Patrick Pleul/dpa

Der Autobauer Tesla überschreitet in Grünheide bei Berlin dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) zufolge «ständig und in erheblicher Weise» zulässige Abwassergrenzwerte. Das betreffe die Werte für refraktären Phosphor sowie für Gesamtstickstoff, wie aus einer WSE-Beschlussvorlage hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte der «Stern» berichtet.

«Mehrere Aufforderungen und Abmahnungen blieben ergebnislos», heißt es in dem Papier. «Eine Abhilfe wurde für die Zukunft weder angegangen noch in Aussicht gestellt.»

Außerordentliche Verbandsversammlung

Der WSE will bei einer außerordentlichen Verbandsversammlung Anfang März beraten, ob er die Abwasserentsorgung bei Tesla einstellen wird. Andernfalls drohten dem Verband Mehrbelastungen in Millionenhöhe. Zudem könnte es zu einem Entsorgungsstopp für sämtliche Verbandsabwässer in der Kläranlage Münchehofe kommen.

Der Autobauer betonte, dass er bisher weder über die außerordentliche Versammlung noch über den entsprechenden Tagesordnungspunkt informiert worden sei. Tesla verweist auf eigene Abwasseraufbereitungsanlagen zur vollständigen Rückgewinnung von Prozessabwasser.

"Typisches kommunales Abwasser"

«Im Wesentlichen fallen noch Abwässer aus dem Betrieb der sanitären Anlagen und Küchen an», hieß es. «Mit dem Wegfall des industriellen Abwassers setzt sich das einzuleitende Abwasser der Gigafactory im Ergebnis wie ein typisches kommunales Abwasser zusammen.» (dpa/hp)

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