Ein Durchschnittshaushalt im Versorgungsgebiet des TWS zahlt im nächsten Jahr 3,10 Euro brutto mehr im Monat.

Ein Durchschnittshaushalt im Versorgungsgebiet des TWS zahlt im nächsten Jahr 3,10 Euro brutto mehr im Monat.

Bild: © Oleksandr/AdobeStock

Der VEA – Bundesverband der Energie-Abnehmer hat seinen alljährlichen Wasser-Preisvergleich veröffentlicht. Über alle dabei berücksichtigten Versorger hinweg ergab sich eine Kostensteigerung von 5,39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2023 stiegen die Preise im Durchschnitt um 3,27 Prozent.

Der Preisvergleich 2024 ergab beim Mittelwert der Abnahmefälle der Wasserpreise eine Spreizung zwischen 1,28 Euro/m³ und 3,21 Euro/m³. Der Mittelwert aller Versorger liegt bei 2,07 Euro/m³.

Eingeschränkte Vergleichbarkeit

Die niedrigsten Wasserpreise erheben die WWAV Rostock, die LWG Cottbus sowie der WAL-Betrieb Senftenberg. Die höchsten Wasserpreise erheben die Wasserversorgungsbetriebe Wiesbaden und die EnBW in Stuttgart.

Allerdings funktioniert ein direkter Vergleich der Abgaben und Gebühren nur bedingt, darauf verweist der VEA. Beispielsweise können unterschiedliche Kosten hinsichtlich Netzausbau, Aufbereitung des Trinkwassers oder Instandhaltung einen erheblichen Kostenunterschied ausmachen.

Letzterer Punkt beeinflusst bei den Versorgern beispielsweise die Menge an angeschlossenen Parteien, die die Instandhaltungskosten gemeinsam decken. In keinem Einzugsgebiet ergaben sich für den Vergleich fallende Preise.



Basis des Preisvergleichs

Der vom VEA veröffentlichte Wasser- und Abwasserpreisvergleich erfasst die Frisch- und Abwasserpreise (einschl. Mess-, Anschluss- und Grundpreise) der Wasserversorgungsunternehmen und Abwasserentsorgungsunternehmen von 83 deutschen Städten aus dem gesamten Bundesgebiet. Stichtag war der 1. Januar 2024.

Der Preisvergleich basiert auf Wasser-Durchschnittspreisen für zwei praxisnahe Abnahmefälle. Im ersten Fall wird eine Jahresabnahme von 5000 m³ mit einer Anschlussgröße von Q3 = 4,0 m³/h angenommen und im zweiten Fall eine Jahresabnahme von 20.000 m³ bei einer Anschlussgröße von Q3 = 10 m³/h.

Der VEA hat den Mittelwert der Durchschnittspreise der beiden Wasser-Abnahmefälle ermittelt. Alle Preisangaben sind netto und berücksichtigen im Falle der Wasserpreise die Mess- beziehungsweise Grundpreise und gegebenenfalls Sonderabgaben.

Angaben zum Abwasser

Bei der Abwasserentsorgung hat der VEA angenommen, dass, wenn ein Grundpreis zu zahlen ist, dieser über 120 m³ Schmutzwasserabgabe pro Jahr abgeschrieben wird. Die Abwasserpreise sind zum ersten Mal in dem Preisvergleich mit Grundpreisen dargestellt. Die Netto-Preise berücksichtigen nicht die Mehrwertsteuer. Die Abwassergebühren sind umsatzsteuerfrei, soweit öffentlich-rechtliche Betriebe die Abwasserentsorgung übernehmen. Die Tabelle finden Sie hier. (hp)

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