Kein Anschluss unter dieser Nummer: Standardisierte Kommunikation ist unerlässlich beim Glasfaserausbau

Kein Anschluss unter dieser Nummer: Standardisierte Kommunikation ist unerlässlich beim Glasfaserausbau

Bild: © RioPatuca Images/AdobeStock

Beim Ausbau des Glasfasernetzes könnte Deutschland sein Ziel verfehlen. Zwar liege die Ausbauquote aktuell bei mehr als 43 Prozent. Und schon knapp 23 Prozent aller Haushalte seien angeschlossen, zeigt die neue Marktanalyse des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko).

Allerdings habe sich der Ausbau in der Fläche jetzt verlangsamt. Seit Mitte des vergangenen Jahres stieg die Quote demnach um 7,6 Prozentpunkte – das seien 1,6 Prozentpunkte weniger als im Vorjahreszeitraum. Breko räumt aber ein, dass dafür mehr Haushalte angeschlossen wurden. Der Anstieg hier betrug 4,5 Prozentpunkte, ein Plus von 3,6 Prozentpunkten.

Anschluss statt Ausbau

Während die Anbieter zuletzt vor allem in der Fläche ausgebaut hätten, liege der Fokus nun darauf, Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen anzuschließen. Besonders aktiv seien hier die Wettbewerber des Telekom-Konzerns. Die Bundesregierung möchte bis zum Jahr 2025 eine Ausbauquote von mindestens 50 Prozent erreichen und 2030 ein flächendeckendes Netz. Darüber hinaus gebe es große Unterschiede zwischen den Bundesländern: Vorne liegt Schleswig-Holstein mit einer Ausbauquote von über 89 Prozent. Das Schlusslicht Berlin kommt auf rund 29 Prozent.

Breko schätzt, dass das 2025er-Ziel erreicht wird, nicht aber das für 2030. Bis dato würden nur 76 bis 86 Prozent erreicht, moniert Präsident Norbert Westfal und fordert eine politische Kurskorrektur. „Insbesondere fordern wir von der Bundesnetzagentur ein Konzept für einen wettbewerbskonformen Übergang von Kupfer- auf Glasfasernetze.“ Dies soll verhindern, „dass die Deutsche Telekom ihr Kupfernetz strategisch nur dort abschaltet, wo sie selbst Glasfaser verlegt hat“, so Westfal.

Ein Viertel angeschlossen

Stand heute sind 10,5 Millionen Gebäude und Wohnungen deutschlandweit an das Glasfasernetz angeschlossen – rund ein Viertel. Die Gesamtinvestitionen für den betrachteten Zeitraum beziffert der Verband auf 13,2 Milliarden Euro.

Die 42-seitige Marktanalyse 2024 mit weiteren Daten ist online als PDF verfügbar. (dz)

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