Häufig sind es aber auch Mitarbeiter, die auf der anderen Seite dafür sorgen, dass kriminelle Handlungen aufgedeckt werden. Sechs von zehn betroffenen Unternehmen (62 Prozent) sind so erstmals auf Angriffe aufmerksam geworden.

Häufig sind es aber auch Mitarbeiter, die auf der anderen Seite dafür sorgen, dass kriminelle Handlungen aufgedeckt werden. Sechs von zehn betroffenen Unternehmen (62 Prozent) sind so erstmals auf Angriffe aufmerksam geworden.

Bild: © Thomas Zajada/AdobeStock

Die Stadtwerke Wismar sind nach eigenen Angaben Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Am Dienstag, dem 28. September sind demnach die IT-Systeme für den Service von einem unbekannten Angreifer verschlüsselt worden, teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit. Die Versorgungssicherheit mit Strom, Gas, Wasser und Wärme sei jedoch sichergestellt. «Im Rahmen unserer Risikovorsorge haben wir die IT-Systeme zur Sicherstellung der Versorgung grundsätzlich von unseren Serviceprozessen im kaufmännischen und technischen Bereich getrennt», hieß es dazu.

Wegen der Verschlüsselung der IT-Systeme für die Serviceprozesse, sei man hier aktuell nur begrenzt innerhalb eines Notbetriebs arbeitsfähig. Für die Aufnahme von Störungen und zur Kundenberatung wurde der Telefonservice verstärkt. Per E-Mail sind die Stadtawerke derzeit nicht erreichbar.
 

Zusätzliche Unterstützung bei der Aufklärung

Nach Bekanntwerden des Angriffs haben die Stadtwerke den Angaben zufolge alle Netzverbindungen nach außen und zu den technischen Anlagen getrennt sowie die betroffenen Systeme abgeschaltet oder isoliert. Die Attacke sei bei der Polizei angezeigt und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeldet worden. Zusätzlich sei ein professioneller Cybersicherheitsexperte zur Unterstützung und Aufklärung hinzugezogen worden.

IT-Landschaft soll neu aufgesetzt werden

"Jedes Jahr investieren wir einen hohen Betrag in die Sicherheit unserer Systeme", teilten die Stadtwerke mit. "Leider hat dies scheinbar noch nicht ausgereicht, um den Angriff auf die Stadtwerke zu verhindern." Das man angegriffen werden konnte, "macht uns selbstverständlich betroffen", heißt es weiter. Es sporne jedoch auch an, den Wiederaufbau möglichst schnell aber auch besonders sicher umzusetzen. "Auch wenn wir uns noch in der Analyse des Vorfalls befinden, können wir jetzt schon sagen, dass wir die gesamte IT-Landschaft für die Serviceprozesse neu aufsetzen werden", erklärten die Stadtwerke Wismar.

Über den Verlauf und mögliche weitere Erkenntnisse wolle man offen und transparent informieren. (sg)

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