Ist das Aufstellen von Ladesäulen Aufgabe von kommunalen Unternehmen? Der NRW-Handwerksrat hat da Zweifel.

Ist das Aufstellen von Ladesäulen Aufgabe von kommunalen Unternehmen? Der NRW-Handwerksrat hat da Zweifel.

Bild: © Sebastian Gollnow/dpa

Ein Ziel eint die fünf Partner des Förderprojekts "SMGW-forwards": Die Digitalisierung der Energiewende zu beschleunigen. Insgesamt investieren sie knapp zehn Mio. Euro in zwei Reallabore des dreijährigen Innovationsprojekts. Dort soll der Ausbau des intelligenten Messsystems und neuer Anwendungen vorangetrieben werden.

Im Fokus steht die Weiterentwicklung des Smart Meter Gateways und der umgebenden Prozesslandschaft entlang des Stufenplans sowie deren Evaluation in der Praxis. Das BMWK fördert das von PPC geleitete Projekt mit 4,4 Millionen Euro.

Stufe 4 des Stufenplans

Die Roadmap zur Digitalisierung der Energiewende des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK, ehemals BMWi) zeigt auf, wie das intelligente Messsystem (iMSys) und damit auch das Smart Meter Gateway (SMGW) stufenweise für energierelevante Anwendungen und Smarte Liegenschaften weiterzuentwickeln ist.

Stand heute werden iMSys primär für die energiewirtschaftlichen Anwendungsfälle (EAF) im Bereich Smart Metering und Smart Grid eingesetzt. Mit Blick auf die kommende Stufe 4 des Stufenplans wird das iMSys im Projekt weiterentwickelt und um zusätzliche für Anwender nützliche Funktionen erweitert.

Zehn Anwendungsfälle im Zentrum

Die Arbeiten im Projekt fokussieren sich auf zehn EAFs in deren Rahmen der netzdienliche Einsatz von iMSys über den aktuell schon gegebenen Funktionsumfang hinaus weiter gestärkt wird. Dabei werden im Bereich Smart Grid sowohl Anwendungsfälle zur direkten Anlagensteuerung als auch zur Steuerung über Sollwertvorgaben am Netzanschlusspunkt weiterentwickelt. Auch die Ladeinfrastruktur profitiert von den im Rahmen von EAF 7 und EAF 16 entwickelten Lösungen.

Die im Funktionsumfang erweiterten iMSys können zum Beispiel zur Erfassung des Energieverbrauchs beim Ladevorgang eingesetzt werden. Dazu wird auch die Anwendungsbreite des iMSys in der klassischen Domäne „Smart und Sub Metering“ weiter ausgebaut, wobei die Erfassung von Daten aus Liegenschaften, die Bereitstellung von Informationen für Mehrwertdienste und das Themenfeld „registrierende Leistungsmessung (RLM)“ fokussiert werden.

Aktueller Stand und Ziele

Das Projekt ist bereits Anfang des Jahres mit der Konzeption der in dem Projekt betrachteten EAFs gestartet. Dabei wurden die System- und Kommunikationsarchitekturen für das Zusammenspiel der einzelnen Rollen und Komponenten der EAFs erstellt sowie Prozessketten aufgestellt. Daraus wurden dann die wichtigsten Entwicklungsbedarfe bei den einzelnen Projektpartnern abgeleitet.

Als nächstes wird die Power Plus Communications AG (PPC) ihre Smart Meter Gateways und CLS-Geräte weiterentwickeln. Die Robotron Datenbank-Software GmbH plant ihre GWA- und EMT-Systeme für die zukünftigen Herausforderungen zu ertüchtigen. Das erweiterte iMSys wird anschließend von den Projektpartnern e.kundenservice Netz GmbH, TEAG Thüringer Energie AG und TMZ Thüringer Mess- und Zählerwesen Service GmbH in Reallaboren beim Kunden erprobt. Zudem stehen die Projektpartner in regelmäßigen Abständen mit dem BMWK, dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) und weiteren Behörden im Austausch über den Projektfortschritt und wertvolle Impulse aus den gewonnenen Projekterkenntnissen für die Standardisierung.

Ziel ist es, die im Projekt entwickelten Funktionalitäten zur Marktreife zu bringen sowie für den Einsatz im Massenmarkt zu optimieren. Um dieses Ziel sowie die Konformität zu den aktuellen Branchendiskussionen zu gewährleisten, ist ein kontinuierlicher Austausch mit dem BMWK, dem BSI sowie allen weiteren relevanten Behörden und Stakeholdern fester Bestandteil des Projektplans. (sg)

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