Statt Sirenenalarm schickt Cell Broadcast eine Warnmeldung an Smartphones in bedrohlichen Situationen.

Statt Sirenenalarm schickt Cell Broadcast eine Warnmeldung an Smartphones in bedrohlichen Situationen.

Bild: ©  A_Skorobogatova/AdobeStock

Nach EU-Vorgaben hätte das Warnsystem, das zum deutschen Warntag am 8. Dezember 2022 getestet worden war, schon im September 2022 laufen sollen, nun ist es soweit. Die drei Netzbetreiber Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone haben bestätigt, dass das System in Betrieb ist.

Nun sollen auch alle Lagezentren der Bundesländer eine Warnung über Cell Broadcast zusätzlich zu den bereits existierenden Warnmitteln– wie Sirenen an Gebäuden, Radiodurchsagen und Warn-Apps wie Katwarn und Nina– auslösen können. Damit sei ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes erreicht, teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mit.

So funktioniert es

Künftig erhalten Betroffene, falls es zu einem gefährlichen Ereignis innerhalb eines bestimmten Gebietes kommt, über die dortigen Mobilfunkstationen direkt eine Warnmeldung in Form einer Cell-Broadcast-Nachricht übersandt. Warnmeldungen über Cell Broadcast können von den meisten Smartphones und Handys empfangen werden – es gibt allerdinds auch Ausnahmen, wie der Warntag vergangenen Jahres gezeigt hat.

Sobald ein Handy oder Smartphone mit einer SIM-Karte ausgestattet und eingeschaltet ist, registriert es sich automatisch in der nächsten Funkzelle des Mobilfunknetzes, um den Netzempfang herzustellen. Laut Telefonica vergehen vom Auslösen eines Alarms bis zum Erscheinen der Warnmeldungen auf den Endgeräten in dem betroffenen Gebiet maximal 30 Sekunden. Für die Inhalte der Warnnachrichten ist das BBK zuständig. Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone stellen hier lediglich die Netzinfrastruktur bereit. (sg)

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