Die Eon-Tochter Grid-X bietet in den Niederlanden Haushaltsbatterien als Flexibilitäten an. Dazu kooperiert Grid-X mit dem niederländischen Solartechnikanbieter "HalloStroom". Ein Haushalt könne dadurch monatlich bis zu 180 Euro an Stromkosten sparen, wirbt Grid-X.
Gamechanger Internet-of-Things
Erlöse möchte das Unternehmen auf dem Imbalance-Markt (Ausgleichsmarkt) generieren. Voraussetzung ist, dass die Batterien über das IoT(Internet-of-Things)-Gateway "EnergieBox" von Grid-X angebunden werden. Auf diese Weise lassen sie sich steuern und überschüssige Energie kann zum Beispiel ins Stromnetz eingespeist werden.
Ziel ist, bis Ende dieses Jahres "rund 1000" Haushalte auszustatten. Ab 2025 sollen jeden Monat etwa 250 neue hinzukommen.
Netmetering fällt weg
Die Niederlande gelten aktuell als Vorzeigemarkt für flexible Einspeisemodelle. Die Regierung hat angekündigt, das bisherige Netmetering ab 2027 abzuschaffen. Das dürfte Angeboten wie diesen weiteren Schub geben.
"In privaten Speichersystemen wie Haushaltsbatterien und E-Autos steckt enormes Potenzial für die Energiewende", erklärt Tim Steinmetz, Geschäftsführer von Grid-X. Diese Flexibilität könne dabei helfen, das Netz zu stabilisieren, wenn zum Beispiel die erneuerbare Stromproduktion wetterbedingt schwankt.
Pakete für den Massenmarkt
Hallo Stroom, gegründet 2016, bietet Solarpanels und Batteriesysteme zur Miete an, auch im Paket. Das Unternehmen zielt dabei auf den Massenmarkt. Durch die Kooperation werde Kundinnen und Kunden zusätzlicher Mehrwert geboten, heißt es. Darüber hinaus möchte Hallo Stroom künftig auch Wallboxen für E-Autos mit in das System einbinden. Ebenso wie die Batterien der E-Autos selbst, sobald sich bidirektionales Laden durchsetzt. (dz)



