Die Privat- und Gewerbekunden der Rewag werden künftig vor allem mit Ökostrom aus österreichischer Waserkraft beliefert. Der Regensburger Versorger deckt bereits 42 Prozent des Bedarfs in dem Kundensegment mit Strom aus eigenen regenerativen Energieanlagen.

Die Privat- und Gewerbekunden der Rewag werden künftig vor allem mit Ökostrom aus österreichischer Waserkraft beliefert. Der Regensburger Versorger deckt bereits 42 Prozent des Bedarfs in dem Kundensegment mit Strom aus eigenen regenerativen Energieanlagen.

Bild: © Luigi Giordano/Adobestock

Von Daniel Zugehör

Die Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz und Tennet haben gemeinsam mit der Forschungsstelle für Energiewirtschaft den "Green Grid Compass" vorgestellt. Das digitale Tool bietet minutengenaue Einblicke in die CO₂-Intensität und den Anteil erneuerbarer Energien in den europäischen Stromgebotszonen. Damit setzen die Netzbetreiber eine zentrale EU-Vorgabe um und schaffen mehr Transparenz für Verbraucher und Unternehmen.

Echtzeitdaten für intelligentes Energiemanagement

Der Green-Grid-Compass basiere auf zwei Tools von 50 Hertz und Tennet, die nun in einer Plattform zusammengeführt worden seien, teilten die Netzbetreiber mit. Die vom TÜV Süd geprüfte Methodik ermögliche eine detaillierte Betrachtung der Treibhausgasemissionen – rückblickend, in Echtzeit und als Prognose für den kommenden Tag. Unternehmen und Verbraucher könnten so ihren Stromverbrauch besser steuern, beispielsweise indem energieintensive Prozesse in Zeiten mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien verlagert werden.

Unterstützung für Nachhaltigkeitsberichte

Neben der Optimierung des eigenen Energieverbrauchs soll der Green-Grid-Compass auch eine Datengrundlage für Unternehmen bieten, die ihre Nachhaltigkeitsberichte gemäß der Corporate-Sustainability-Reporting-Directive erstellen müssen. Die Plattform helfe Unternehmen, ihre Emissionsbilanz transparent darzustellen und den eigenen Beitrag zur Klimaneutralität zu dokumentieren.

Breite Unterstützung aus der Wirtschaft

Zahlreiche Unternehmen, darunter Bayernwerk, Mercedes-Benz, Lichtblick und Covestro, testen bereits verschiedene Anwendungsfälle mit dem Green-Grid-Compass. Das Umsetzungsnetzwerk steht weiteren Partnern offen. Zudem können Unternehmen sowie private Nutzer das Tool über eine API-Schnittstelle in eigene Systeme integrieren. Die API ist auf der Website kostenlos verfügbar.

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