Pralle Sonne und Temperaturen von mehr als 35 Grad Celsius: Die vergangene Woche hat Deutschland nicht nur eine Hitzewelle beschert, sondern auch einen neuen Solarrekord. Das zeigen Zahlen der Fraunhofer-Datenplattform Energy-Charts.
Demnach lag der Anteil der Solarenergie an der Stromerzeugung in Deutschland bei 23,6 Prozent. Bislang war Kalenderwoche 15 im vorherigen Jahr auf Platz eins gelegen. Damals wurden 23,1 Prozent errechnet.
Preise am Spotmarkt bleiben hoch
Laut ZfK-Datenraum wurden täglich in der Spitze mindestens 24 GW eingespeist. Am vorvergangenen Montag waren es mehr als 30 GW.
Weil gleichzeitig aber die Windkraft kaum Strom beisteuerte, blieben die Preise am Spotmarkt in der vergangenen Woche hoch. Bis Samstag wurden Tageswerte zwischen 69,71 Euro und 84,33 Euro pro MWh (Base) notiert.
Installierte Solarleistung von 56,0 GW
Nach Angaben der Plattform Energy-Charts sind mittlerweile in Deutschland Solaranlagen mit einer Nettoleistung von insgesamt 56,0 GW zur Stromerzeugung installiert. Vor fünf Jahren waren es noch 40,7 GW.
Für Bruno Burger, Professor am Fraunhofer ISE und Leiter der Plattform Energy Charts, ist das allerdings zu wenig. "Noch Anfang der 2010er-Jahre hatten wir etwa in der Photovoltaik gute Zubauzahlen von durchschnittlich 8 GW pro Jahr", sagte er jüngst der ZfK. "Dann kam die Strompreisbremse und würgte den Solar-Ausbau ab. Davon haben wir uns bis heute nicht erholt." (ab)
Siehe auch: Fraunhofer-Professor: "Bräuchten Batterien jetzt viel dringender als Wasserstoff"
Info: Täglich aktualisierte Energiedaten und -grafiken finden Sie hier im ZfK-Datenraum, der in Kooperation mit dem Berliner Datenspezialisten Energy Brainpool befüllt wird.



