Der B.KWK sieht in dem BEHG auch eine Gefahr für die Wärmewende, weil Anlagen einer bestimmten Größe benachteiligt werden. (Symbolbild)

Der B.KWK sieht in dem BEHG auch eine Gefahr für die Wärmewende, weil Anlagen einer bestimmten Größe benachteiligt werden. (Symbolbild)

Bild: © Evija/AdobeStock

Die beiden voneinander getrennten Ausschreibungsverfahren für Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und für innovative KWK-Systeme zum Gebotstermin 3. Juni dieses Jahres fielen recht unterschiedlich aus. Zu der ausgeschriebenen Menge für konventionelle KWK-Anlagen von 52,549 Megawatt (MW) wurden sieben Gebote mit einem Volumen von insgesamt 14,736 MW fristgerecht eingereicht, wie die Bundesnetzagentur am Donnerstag mitteilte. Damit war die Ausschreibung deutlich unterzeichnet. Alle fristgerechten Gebote waren laut BNetzA zulässig und wurden bezuschlagt.

Die Zuschlagswerte reichen demnach von 5,80 ct/kWh bis 6,90 ct/kWh. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert liegt bei 6,51 ct/kWh und damit über dem Vergleichswert von 6,26 ct/kWh in der Ausschreibung zum Gebotstermin 1. Dezember 2023.

Zu den mit ihren Projekten berücksichtigten Versorgen gehören die Stadtwerke Riesa, die Fernwärmeversorgungs-GmbH in Dessau, die Stadtwerke Aachen, die Haller Windenergie Beteiligungen aus Schwäbisch Hall, die Stadtwerke Itzehoe, die Wärmegesellschaft Heilbronn und die SWU Energie aus Senden.

Durchschnittlicher Zuschlagswert von 11,25 ct/kWh

Stärkeres Interesse weckte die Ausschreibungsrunde für innovative KWK-Systeme (iKWK), die wegen eines hohen Anteils von Wärme aus erneuerbaren Energien besonders energieeffizient und treibhausgasarm sind. Zur hier ausgeschriebenen Menge von 25 MW wurden zwölf Gebote mit einem Volumen von 47,140 MW eingereicht – eine klare Überzeichnung.

Zuschläge für Projekte von N-Ergie und Getec

Von den elf zulässigen Geboten erhielten fünf einen Zuschlag. Die Zuschlagswerte lagen laut BNetzA zwischen 10,40 ct/kWh und 11,78 ct/kWh. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert beträgt 11,25 ct/kWh und liegt damit über dem Vergleichswert von 10,88 ct/kWh in der vergangenen Ausschreibung.

Zu den mit ihren IKWK-Projekten berücksichtigten Unternehmen gehören die Nürnberger N-Ergie Kraftwerke GmbH, die Energie und Wasser Potsdam, die Fernwärmeversorgungs-GmbH aus Dessau sowie die Getec Heat & Power GmbH, der nach eigenen Angaben Markführer im Bereich Contracting in Deutschland ist. (hil)   

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