Spatenstich in Quellendorf: GP Joule plant eine Großoffensive in der Kombination von Wind- und PV-Anlagen mit Großwärmepumpen. Dabei wird der Betriebsstrom ohne öffentlichen Netzzugang weitergeleitet.

Spatenstich in Quellendorf: GP Joule plant eine Großoffensive in der Kombination von Wind- und PV-Anlagen mit Großwärmepumpen. Dabei wird der Betriebsstrom ohne öffentlichen Netzzugang weitergeleitet.

Bild: © GP Joule

In der Stadt Südliches Anhalt beginnt GP Joule mit dem Ausbau der geplanten 50 Wärmenetze. Unter dem Titel "Fuhne" sollen 50 Wärmenetze in Sachsen-Anhalt entstehen. Großindustrielle Wärmepumpen, die direkt mit benachbarten Wind- oder Photovoltaik-Parks verbunden werden, dienen als klimaneutrale Wärmequelle.

Insgesamt 900 MW an Erzeugungsleistung sollen die Städte Südliches Anhalt, Zörbig und Petersberg künftig versorgen. Grünstrom, der nicht für den Betrieb der Wärmepumpen benötigt wird, soll an der Börse oder über PPAs vermarktet werden. Dadurch soll die Wärmeerzeugung laut GP Joule quersubventioniert und für die Bürger:innen günstiger angeboten werden können. Das Konzept sieht vor, dass zehn Jahre lang zu einem Festpreis von 12,23 Cent pro kWh brutto geheizt werden kann.

Inbetriebnahme zum Jahreswechsel geplant

Bereits zum Jahreswechsel soll die erste grüne Wärme in Quellendorf – einem Ortsteil im Südlichen Anhalt – fließen. Bis zur Inbetriebnahme der Großwärmepumpe kommt zwischeinzeitlich ein System mit Gas zum Einsatz. Das Wärmenetz umfasst 5,8 Kilometer.

GP Joule rollt im Rahmen von "Fuhne" eine innovative Anlagen-Kombination aus. Wind- und Solaranlagen werden direkt mit den Wärmepumpen gekoppelt – ohne öffentlichen Netzzugang. Ein erstes Projekt dieser Art wurde vor wenigen Monaten erfolgreich in Bayern in Betrieb genommen. (lm)

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