N-Ergie möchte nachhaltiger werden und setzt dabei insbesondere auf Fernwärme. Jetzt hat der Nürnberger Versorger weitere Details seiner Ausbaupläne bekanntgegeben. Errichtet werden soll unter anderem ein mit Erdgas betriebenes Heizkraftwerk, das aber vollständig auf Wasserstoffbetrieb umgerüstet werden kann. "Sobald leitungsgebundener Wasserstoff zur Verfügung steht", wie N-Ergie betont.
Zusammen mit der Ankündigung hat der Versorger auch ein weiteres Fernwärmegebiet abgesteckt: den Stadtteil Tiefes Feld im Südwesten Nürnbergs. Um den Stadtteil mit Wärme zu versorgen, soll er an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen werden.
Anmeldungen möglich
Dazu verlegt N-Ergie derzeit Fernwärmerohre auf einer Länge von insgesamt rund 2.400 Metern. "Ein positiver Nebeneffekt der Erschließung des neuen Stadtteils ist, dass auch Gebäude, die an der Zuleitung liegen, die Chance auf eine Versorgung mit unserer klimafreundlichen Fernwärme bekommen", sagt Vorstandssprecher Maik Render. Anmeldungen für Anschlüsse seien bereits möglich.
Komplett macht das Konzept ein sogenanntes innovatives Kraft-Wärme-Kopplungssystem (IKWK), das ganzjährig Strom und Wärme produzieren soll. Das soll aus drei Komponenten bestehen: einer KWK-Anlage mit zwei erdgas-, künftig wasserstoffbetriebenen Blockheizkraftwerken, einer Großwärmepumpe sowie den beiden im Heizkraftwerk Sandreuth bereits installierten Elektroheizern.
Baustart 2026
Der Startschuss zum Baubeginn soll im Jahr 2026 fallen, die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen. Bis 2030 sollen im Rahmen des Quartiers Tiefes Feld 2.000 neue Wohnungen entstehen. Außerdem ein Gymnasium, eine Grundschule, Kindertagesstätten sowie ein Landschaftspark.
Bislang hat der Versorger drei Ausbaugebiete für Fernwärme festgelegt. Außer Tiefes Feld sollen Stand heute noch die neuen Stadtteile Lichtenreuth und Wetzendorf dazu kommen.
Weitere Fernwärme-Ausbaugebiete würden aktuell ausgearbeitet und regelmäßig vorgestellt, so N-Ergie. Das bestehende Fernwärmenetz werde zudem verdichtet. Insbesondere innerhalb des Innenstadtrings kämen neue Anschlüsse hinzu. (dz)



