Die Entnahmekondensationsturbine legte auf einem Schwerlasttransporter in mehreren Etappen insgesamt knapp 600 Kilometer von Siemens Energy in Tschechien nach Magdeburg zurück.

Die Entnahmekondensationsturbine legte auf einem Schwerlasttransporter in mehreren Etappen insgesamt knapp 600 Kilometer von Siemens Energy in Tschechien nach Magdeburg zurück.

Bild: © MHKW Rothensee

Am derzeit entstehenden Block 3 des Müllheizkraftwerkes (MHKW) Magdeburg-Rothensee wurde am Donnerstag eine 168 Tonnen schwere Turbine für die Energieerzeugung angeliefert. Die Dampfturbine samt Generator kam per Schwerlasttransport aus dem tschechischen Brünn, teilte eine Sprecherin mit.  «Damit steht der Inbetriebnahme der Erweiterung der Müllverbrennungsanlage und der Anlage zur Klärschlammbehandlung ab Mitte nächsten Jahres nichts im Wege.»

Die Gesellschafter des Müllheizkraftwerks, EEW Energy from Waste und SWM Städtische Werke Magdeburg, starteten im November 2021 den Erweiterungsbau. Damit sollen die Kapazitäten einer der größten deutschen Abfallverbrennungsanlagen noch einmal deutlich erhöht werden.

Energie aus Abfällen

Im Müllheizkraftwerk wird aus Abfällen Energie gewonnen. Dank der neuen Turbine können ab dem kommenden Jahr Industriekunden mit Dampf versorgt werden, hieß es weiter.

Zugleich erzeuge das Müllheizkraftwerk zusätzliche Mengen an Fernwärme für den Ausbau des Magdeburger Fernwärmenetzes – weitere Zehntausende Haushalte könnten so versorgt werden. Zusätzlicher Strom werde in das Umspannwerk Rothensee eingespeist.

Klärschlammverbrennung mit Phosphorgewinnung

Der Neubau kostet den Angaben zufolge rund 220 Millionen Euro. In einem Bereich werden gewerbliche und industrielle Abfälle verbrannt. Ein anderer Teil dient der Verbrennung kommunaler Klärschlämme für die Rückgewinnung von Phosphor als Dünger. Vom kommenden Jahr an beträgt die Kapazität des Müllheizkraftwerkes mehr als 975.000 Tonnen. (dpa/hp)

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