Die Berliner Wasserbetriebe landen im Ranking der Initiative FKI Diversity for Success auf dem zweiten Platz. Das Unternehmen wurde damit erneut für seine Diversitäts- und Inklusionsstrategien ausgezeichnet. 2019 war es auf Platz drei gelandet.
Die Deutsche Bahn führt das Ranking an und RWE steht auf dem dritten Platz. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) gratulierte den Unternehmen bei der FKI-Fachkonferenz am 19. März in Frankfurt und würdigte die Arbeit der Initiative. "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Engagement für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion besonders wichtig" machte sie klar. "Ich bin fest davon überzeugt, dass dies entscheidende Erfolgsfaktoren für unsere Wirtschaft sind."
Kommunaler Erfolg
Untersucht wurden für die Auswertung des Jahres 2025 circa 80 Unternehmen. Mit der erneuten Auszeichnung stehen die Berliner Wasserbetriebe als kommunales Vorbild in Sachen Gleichberechtigung da. Im Gespräch mit der ZFK erklärte Barbara von Graeve von der FKI den Berliner Erfolg so: "Wo Ziele gesetzt werden, bewegt sich etwas." Dabei verwies sie auf das Gleichstellungsgesetz des Landes Berlin, das die Wasserbetriebe an Gleichstellungsprinzipien bindet – die sie offensichtlich über Gebühr erfüllen.
Trotz der krisenbelasteten letzten Jahre hält das Unternehmen weiter an seinem Inklusionskonzept fest. Die FKI-Gründerin Barbara Lutz betonte, "dass Unternehmen mit einer strategisch verankerten Diversitätsstrategie robuster durch Krisen kommen und deutlich besser für Transformationsschritte aufgestellt sind".
Kriterien des Index
Früher bekannt als "Frauen-Karriere-Index", untersucht die Initiative seit 2012 jährlich die Gleichstellungs- und Diversitätsstrategien von Unternehmen. Der Fokus lag zu Beginn auf Frauen in Führungsebenen, heute ist der Blick geweitet: Der Index erfasst nun auch Alter, Behinderung und Internationalität.
Die Indexierungsmethode hat FKI zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Technischen Universität Berlin entwickelt.
Bewertet werden drei Bereiche. In dem Feld Struktur und die Dynamik wird der Anteil von Frauen auf den verschiedenen Geschäftsebenen untersucht, im Kontext der vorangegangenen drei Jahre. Commitment analysiert Neueinstellungen und Beförderungen. Bei der Beurteilung der Rahmenbedingungen stehen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Unterstützung bei der persönlichen Weiterentwicklung im Fokus.



