Die EWP Potsdam steht vor großen Investitionen in die Wärmewende. Diese werden einen Schwerpunkt der Tätigkeit des neuen Technischen Geschäftsführers bilden. Im Bild der Wärmespeicher der EWP des Heizkraftwerks Süd.

Die EWP Potsdam steht vor großen Investitionen in die Wärmewende. Diese werden einen Schwerpunkt der Tätigkeit des neuen Technischen Geschäftsführers bilden. Im Bild der Wärmespeicher der EWP des Heizkraftwerks Süd.

Bild: © EWP Potsdam

Der Kommunalversorger Energie Wasser Potsdam (EWP) setzt bei der Neubesetzung der Technischen Geschäftsführung auf eine interne Lösung: Carsten Schulte ist vom Aufsichtsrat der EWP zum 1. April 2026 zum Technischen Geschäftsführer bestellt worden. Schulte ist derzeit als Bereichsleiter Erzeugung und Entsorgung bei der EWP tätig. Er folgt auf Eckard Veil, der das Unternehmen zum Ende des ersten Quartals 2026 auf eigenen Wunsch verlässt.

Mit der Besetzung werde die Technische Geschäftsführung der EWP nahtlos neu aufgestellt, heißt es in einer Pressemitteilung. Schulte bringe langjährige Erfahrung in den Bereichen Erzeugung und Entsorgung mit und sei mit den Strukturen und Herausforderungen des Unternehmens bestens vertraut.

Veil verlässt EWP vor Ablauf des regulären Vertrages

Eckard Veil hatte bereits im September vergangenen Jahres gemeinsam mit dem Aufsichtsrat entschieden, die EWP vor dem regulären Ablauf seines Vertrages zu verlassen. Laut Pressemitteilung erfolgte der Beschluss einvernehmlich.

Zuvor hatten die lokalen Medien über eine Abberufung von Veil durch den Aufsichtsrat spekuliert. Hintergrund der Spekulationen war der Vorwurf, Veil habe bei einer Klage des Minderheitseigentümers Edis AG nicht korrekt und ohne Absprache mit den Gremien gehandelt. Veil hatte das entschieden zurückgewiesen.

Potsdam steht vor großen Investitionen in die Wärmewende

Ende Juli vergangenen Jahres hatte die EWP Kreditverträge mit einem Bankenkonsortium unterzeichnet. Mit dem Großteil des Betrags sollte die Umsetzung der zentralen Projekte der Wärmewende bis 2030 möglich werden. Später klagte der Verteilnetzbetreiber Edis AG, der 35 Prozent an der EWP hält, gegen die einzelnen Beschlüsse. Aus Sicht von Edis wurden bei den Verträgen formale und satzungsrechtliche Aspekte nicht ausreichend berücksichtigt.

Die Klage sollte die rechtssichere Umsetzung der Wärmewende sicherstellen und hat keinen Einfluss auf die bestehenden Finanzierungsverträge über 375 Millionen Euro.

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