Bis zu 1,50 Euro sollen pro Ladevorgang gespart werden können.

Bis zu 1,50 Euro sollen pro Ladevorgang gespart werden können.

Bild: © Enercity

Enercity startet einen weiteren dynamischen Ladetarif für E-Autos. Ab sofort könne auch an rund 900 öffentlichen AC-Ladepunkten günstiger geladen werden, wenn viel Ökostrom im Netz verfügbar ist, teilte das Unternehmen aus Hannover mit. 2025 führte der kommunale Energiedienstleister bereits dynamisches Ad-hoc-Laden an einem Dutzend Ladesäulen ein.

Die Technik wirkt im Hintergrund wie ein Dirigent.

Der neue Tarif sei effizient für die Infrastruktur, nachhaltig für das Klima und zahle sich direkt für die Kundinnen und Kunden aus, erklärt Markus Dehn, Leiter E-Mobilität. "Die Technik wirkt im Hintergrund wie ein Dirigent", so Dehn weiter. "Sie wählt zielsicher den perfekten Moment, um das Elektroauto mit dem Energiemarkt in Einklang zu bringen."

Geld sparen

Die Ersparnis beziffert der Energiedienstleister auf "bis zu zehn Prozent" oder "bis zu 1,50 Euro" pro Ladevorgang. Die Gutschrift erfolge in der unternehmenseigenen "easyGo"-App. Voraussetzung sei, dass Kundinnen und Kunden den Tarif "SmartLaden" abschließen und ihr E-Auto mit der App verbinden. Ab dem zweiten Monat kostet der Tarif 5,99 Euro monatlich.

Das soll ein Anreiz sein, das E-Auto dann zu laden, wenn Strom an der Börse besonders günstig ist: nachts oder bei viel Ökostrom im Netz. Kundinnen und Kunden bräuchten nur angeben, wann ihr E-Auto voll geladen sein soll. Die App analysiere, wie sich die Preise entwickeln und starte das Laden zum optimalen Zeitpunkt.

Lastspitzen vermeiden

Auch aus Sicht des Energieversorger bringt das Vorteile mit sich: Im besten Fall werden Ladevorgänge entzerrt und Lastspitzen vermieden. Vor allem zwischen 18 und 21 Uhr, wenn viele Menschen gleichzeitig zu Hause sind, sei die Netzauslastung hoch – und der Strompreis steigt. Danach gehe die Nachfrage deutlich zurück, der Preis sinke.

Im August des vergangenen Jahres hat Enercity dynamische Preise in einem Pilotprojekt an zwölf Schnellladestationen am Cityring im Rahmen des sogenannten Ad-hoc-Ladens, also ohne Abo oder feste Vertragsbindung, freigeschaltet – als nach eigenen Angaben erster Anbieter in Deutschland.

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