Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, Zusammenhänge und Muster bei der Entstehung von Starkregenzellen zu erkennen.

Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, Zusammenhänge und Muster bei der Entstehung von Starkregenzellen zu erkennen.

Bild: Valery Brozhinsky/AdobeStock

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland wird zunehmend digitaler und smarter. Zwar sind hier größere Großstädte weiter führend, doch mittlere und kleinere haben aufgeholt. Das ist ein zentrales Ergebnis eines Rankings der Beratungsgesellschaft PWC Deutschland auf der Basis von jährlich erhobenen Daten des Digitalverbandes Bitkom.

Hamburg Spitzenreiter

Deutschlands größere Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern schnitten 2023 bei der Verkehrswende am besten ab. An der Spitze steht demnach Hamburg mit rund 98 von 100 möglichen Punkten. Es folgen Nürnberg (rd. 91 Pkte.) und Dresden (rd. 90 Pkte.). Im Schnitt kamen größere Großstädte wie schon im Jahr davor auf 80 Punkte.

Allerdings konnten sich mittlere Großstädte mit 200.000 bis 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern deutlich um knapp zehn Prozent auf jetzt durchschnittlich rund 63 Punkte verbessern. Auch kleinere Großstädte mit weniger als 200.000 Einwohnerinnen und Einwohnern legten zu, um neun Prozent auf nun rund 51 Punkte.

60 Punkte im Durchschnitt

Der Durchschnitt aller Großstädte betrug 60 Punkte – knapp sieben Prozent mehr als 2022. Ausschlaggebend für die Bewertung ist etwa, ob Nutzerinnen und Nutzer Informationen zum ÖPNV in Echtzeit erhalten oder ob ihnen digitale Lösungen für die sogenannte Letzte-Meile-Logistik angeboten werden. Je besser eine Stadt hier aufgestellt ist, desto mehr Punkte erhält sie.

Strategie punktet

Ein wichtiger Faktor sind laut PWC klare Konzepte für ein besseres ÖPNV-Angebot. "Städte mit einer gezielten Mobilitätsstrategie schneiden deutlich besser ab als Städte ohne Strategie", führt PWC-Experte Maximilian Rohs aus. Knapp zwei von drei Städten setzen demnach aktuell eine solche Strategie um, ein weiteres Zehntel hat es vor.

"Königsdisziplin der Verkehrswende"

Entscheidend sei dies, um mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn zu bewegen. Dazu zählten auch weitere Mobilitätsangebote wie Car-, Scooter- und Bikesharing sowie Ridepooling. Um deren Potenzial voll auszuschöpfen, rät die Beratungsgesellschaft, die verschiedenen Verkehrsmittel über eine Smartphone-App miteinander zu verknüpfen.

Diese "Königsdisziplin der Verkehrswende" bieten derzeit acht von zehn größeren Großstädten an sowie gut die Hälfte aller mittleren Großstädte. Von den kleineren Großstädten sind es rund 44 Prozent. Das vollständige Ranking ist online als PDF verfügbar. (dz)

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