Von Andreas Baumer
Die Erneuerbaren-Förderausgaben haben im Juli einen neuen Jahreshöchststand erreicht. Rund 2,6 Milliarden Euro wurden im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) insbesondere an Betreiber von Solar-, Wind- und Biomasseanlagen überwiesen. Das zeigen frische Zahlen der Übertragungsnetzbetreiber.
Im Vormonat betrugen die Ausgaben 2,5 Milliarden Euro. In den Monaten zuvor lagen die Ausgaben sogar teilweise bei weit unter zwei Milliarden Euro.
2025-Rekord auch bei Vermarktungserlösen
Die Ausgaben spiegeln nicht eins zu eins die EEG-Förderkosten wider. Denn Erneuerbaren-Anlagen bringen auch Erlöse ein, wenn die Strompreise entsprechend hoch sind. Im Juli wurden Vermarktungserlöse von rund 400 Millionen Euro erzielt. Auch das war ein Höchstwert für dieses Jahr. Im Mai und Juli wurden lediglich rund 100 Millionen Euro eingenommen.
Insgesamt reichten allerdings ein üppiger Bundeszuschuss in Höhe von zwei Milliarden Euro und Vermarktungserlöse nicht aus, um die Ausgaben auszugleichen. In der Folge sank der EEG-Kontostand von 880 Millionen auf 670 Millionen Euro.
Das Defizit hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn sich die Sonne im Juli öfter über Deutschland blicken hätte lassen. Mit 189 Sonnenstunden sei der Juli vergleichsweise sonnenarm gewesen, schrieb Philipp Eggert, Leiter Marktanalyse bei der Stadtwerkekooperation Trianel, auf ZfK-Nachfrage. Auch das Windaufkommen sei geringer gewesen.
Zahl der Negativstunden gesunken
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der durchschnittliche Börsenstrompreis im Juli deutlich – von 63 auf 84 Euro pro Megawattstunde (MWh). Die Zahl der Stunden mit Negativpreisen sank dagegen spürbar – von 85 auf 24. Als Bezugsgröße wurden die Day-Ahead-Preise an der Börse Epex Spot verwendet.
Insgesamt stieg die Solarstromproduktion im Juli weiter. Nach Angaben der Fraunhofer-Plattform Energy-Charts wurden neun Terawattstunden (TWh) aus Solarenergie produziert. Das war ein neuer Rekord für Juli – aber weniger als im Juni. Bei Wind waren es knapp 8 TWh. Das war der zweithöchste Juli-Stromertrag aus Windkraftanlagen.
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