Martin Kröber ist seit 2021 Mitglied des Bundestags.

Martin Kröber ist seit 2021 Mitglied des Bundestags.

Bild: © Photothek

Aufmerksame Beobachter des Berliner Politikbetriebs dürften es spätestens bei der ersten Lesung des Kraftwerksgesetzes (StromVKG) registriert haben. Die SPD-Fraktion hat einen neuen Energie-Entscheider in ihren Reihen.

Seit 22. April ist Martin Kröber ordentliches Mitglied in der SPD-Arbeitsgruppe Wirtschaft und Energie. Seit diesem Frühjahr sitzt der Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt zudem für seine Fraktion im Energieausschuss.

Berichterstatter zu gesicherter Leistung

Dort verhandelte der 34-Jährige mit dem Kraftwerksgesetz sogleich sein erstes großes energiepolitisches Vorhaben. Kröber ist nämlich Berichterstatter für konventionelle Stromerzeugung und gesicherte Leistung. Außerdem kümmert er sich um Themen wie den Klima- und Transformationsfonds, Emissionshandel und CO2-Bepreisung und den Kohleausstieg.

Kröber übernahm den Großteil der Berichterstattungen von Daniel Walter, der im April in den Haushaltsausschuss wechselte. Abgegeben hat Kröber das Thema CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM). Darum kümmert sich nun sein Kollege Jens Peick.

Erfolg bei Südbonus-Debatte

Mit Verhandlungen kennt sich Kröber aus. Bevor er 2021 in den Bundestag gewählt wurde, arbeitete er für die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt sowie die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Geschick bei Tarifverhandlungen zählt dort zum Handwerk.

Auch bei den Verhandlungen zum Kraftwerksgesetz setzte sich Kröber in einem zentralen Punkt durch. Laut Regierungsentwurf sollten bis zu zwei Drittel der ausgeschriebenen Kraftwerkskapazitäten vorrangig in den sogenannten netztechnischen Süden gehen. Als netztechnischer Süden wurden die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland definiert.

Das sahen nicht nur die ostdeutschen Unionsabgeordneten Sepp Müller und Lars Rohwer kritisch, sondern auch der Sachsen-Anhalter Kröber. Nun soll der Südbonus erst greifen, wenn ein Drittel der Mengenzuschläge in den Norden und Osten Deutschlands gegangen ist.

Lesen Sie auch: Heizungsgesetz und Kraftwerksgesetz: Was Union und SPD noch geändert haben

Die ZFK hat im Zuge der kleinen Personalrochade ihre Liste zu Energie-Entscheidern im Bundestag aktualisiert. Sollte es weitere Neuerungen geben, sind wir über Hinweise an redaktion@zfk.de dankbar.

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