Nordrhein-Westfalen möchte die Wärmewende im Land mit der neuen Initiative "Heizkeller der Zukunft" vorantreiben. Geplant seien branchenübergreifende Informationsangebote sowie neue finanzielle Unterstützung für Wärmegenossenschaften, teilte das Wirtschaftsministerium mit.
Für 2026 plant NRW in dem Rahmen 16 landesweite Aktionstage, die direkt vor Ort über Heizungsoptionen, Fördermöglichkeiten und Effizienzmaßnahmen informieren sollen. Dazu sollen Land, Handwerk, Verbände und Verbraucherschutz zusammenarbeiten.
Wärmeplanung bei 13 Prozent
Heizen müsse dauerhaft bezahlbar und klimafreundlich sein, erklärte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). "Wenn wir die vielen Wärmequellen, die Nordrhein-Westfalen bietet, klug verbinden, senken wir Kosten, schützen das Klima und stärken unsere Wirtschaft", so Neubaur.
Wie die Ministerin betont, liege NRW bei der Wärmewende bundesweit in der Spitzengruppe. 13 Prozent der Wärmepläne seien hier Stand jetzt abgeschlossen.
Weniger Risiken für Wärmegenossenschaften
Um gemeinschaftliche Wärmeprojekte zu stärken, solle der bisher auf Stromprojekte konzentrierte Bürgerenergiefonds erweitert werden. Das Land übernimmt künftig das finanzielle Risiko der Vorplanung von Wärmegenossenschaften.
Nachbarschaften sollen Projekte prüfen können, ohne eigenes Kapital einsetzen zu müssen. Das Ziel seien stabile Preise, mehr Unabhängigkeit und eine Stärkung lokaler Energieinitiativen.
Abwärme nutzen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung industrieller Abwärme. Nordrhein-Westfalen rechnet damit, dass künftig bis zu 25 Prozent der Netzwärme aus Fabriken, Rechenzentren und anderen Anlagen stammen könnten.
Das Land möchte entsprechende Kooperationen fördern und Daten, Tools, Musterverträge sowie Beratungsangebote bereitstellen. Unternehmen, die externe Beratung zur Abwärmenutzung in Anspruch nehmen, erhalten zusätzliche Unterstützung.



