Gaskraftwerke sollen vor allem dann Strom produzieren, wenn Wind- und Solaranlagen zu wenig Elektrizität ins Netz einspeisen. (Symbolbild)

Gaskraftwerke sollen vor allem dann Strom produzieren, wenn Wind- und Solaranlagen zu wenig Elektrizität ins Netz einspeisen. (Symbolbild)

Bild: © guentermanaus/AdobeStock

Die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung zieht Kritik auf sich. Das Industrieland Nordrhein-Westfalen (NRW) hat Widerstand über den Bundesrat angekündigt. Die schwarz-grüne Landesregierung hadert insbesondere damit, dass aus ihrer Sicht zu wenige Kapazitäten ausgeschrieben werden. Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) möchte die Bundesregierung jetzt über den Bundesrat zum Nachsteuern bewegen.

Kohleausstieg vor Augen

Unzufrieden ist die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin laut "dpa", weil dieses Jahr nur zehn Gigawatt (GW) wasserstofffähige Gaskraftwerke ausgeschrieben werden sollen – statt 24 GW wie noch 2023 vereinbart. Angesichts des für 2030 geplanten Kohleausstiegs sei das "sehr sportlich", so Neubaur.

Dass mehr Kapazitäten benötigt werden, um die Versorgung abzusichern, hatten zuvor schon andere betont. Der BDEW beispielsweise geht von "mindestens 15 GW" bis zum Jahr 2030 aus. Die Bundesnetzagentur beziffert den Bedarf gar auf "17 bis 21 GW".

Startdatum fehlt

Anfang Februar einigte sich die Bundesregierung auf Eckpunkte einer Kraftwerksstrategie. Diese enthalten auch die Zahl von 10 GW, nicht aber ein Startdatum für die Ausschreibung. (dpa/dz)

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