Von Daniel Zugehör
Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 750 Millionen Euro für den Ausbau erneuerbarer Energien und weitere Klimaschutzmaßnahmen bereitgestellt. Die schwarz-grüne Landesregierung wolle damit das Klima schützen sowie Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand sichern, teilte sie mit. Das Geld ist Teil eines zweiten Maßnahmenpakets, das insgesamt 35 Maßnahmen enthält. Die Mittel stammen teilweise aus europäischen Förderprogrammen und Bundesprogrammen.
"Keine Belastung, sondern Chance"
Einige Maßnahmen liefen bereits, weitere gingen in Kürze in Umsetzung, heißt es aus dem NRW-Wirtschaftsministerium weiter. Klimaschutz sei keine Belastung, sondern eine Chance, betonte Ministerin Mona Neubaur (Grüne). "Nordrhein-Westfalen als größtes Industrieland hat die Verantwortung – aber auch die Möglichkeit, den Wandel aktiv zu gestalten, einen Unterschied zu machen", sagte Neubaur.
Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) stellt etwa niedrigere Energiepreise in Aussicht – und hat dabei insbesondere die Industrie im Blick. "Der Standort Deutschland und das Industrieland Nordrhein-Westfalen müssen wieder wettbewerbsfähig werden", so Laumann. Konkret sollen die 750 Millionen Euro in drei "zentrale Handlungsfelder" fließen.
Zum einen in den Ausbau von Zukunftstechnologien und die Wasserstoffwirtschaft. Gefördert werden beispielsweise Projekte, die Wasserstoff (H2) für industrielle Unternehmen produzieren, aber auch Vorhaben für den H2-Import oder der Antriebswechsel im Güterverkehr – sowohl auf der Straße als auch auf Wasserwegen. Ebenfalls profitieren können Start-ups im Bereich Klima- und Umweltschutz.
Grüner Strom, grüne Wärme
Die anderen beiden Handlungsfelder adressieren zum einen die Unternehmen sowie ihre Beschäftigten. Um diese in der Transformation zu stärken, sind Sonderbürgschaften und Weiterbildungsmaßnahmen vorgesehen. Dritter Schwerpunkt liegt auf Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen. Neben Wind- und Photovoltaikanlagen sollen etwa auch Geothermie und Abwasserwärme gefördert werden. Allein Letzteres könne bis zum Jahr 2030 eine Terawattstunde an Nutzwärme beitragen.
Das zweite Klimaschutzpaket des Landes NRW stellt das Wirtschaftsministerium auf seiner Website als PDF bereit. Das erste Klimaschutzpaket mit einem noch größeren Volumen von mehr als 1,75 Milliarden Euro hatte die Landesregierung am 14. Juni 2023 aufgelegt.



