Zu einem perfekten Wohnquartier gehört laut Befragung mit 58,5 Prozent vor allem Natur mit Wald oder einem Park.

Zu einem perfekten Wohnquartier gehört laut Befragung mit 58,5 Prozent vor allem Natur mit Wald oder einem Park.

Bild: © Thomas Reimer/AdobeStock

Wie wollen die Menschen leben? In der Stadt oder auf dem Land? Sind die urbanen Lagen stärker gefragt oder die Adressen in den Speckgürteln der Städte oder auf dem Dorf? Wohin geht der Trend und wie wünschen sich die Menschen ihr direktes Umfeld, was erwarten und was vermissen sie? Diesen Fragen geht die Quartierstudie von DC Developments nach.

„Für die Entwicklung eines neuen Quartiers brauchen wir mehr als ein Grundstück, eine Vision für den Standort, eine Baugenehmigung, Eigenkapital, Bauunternehmen und was alles noch. Wir möchten auch wissen, was die Menschen vor Ort benötigen und was sie sich wünschen“, sagt Lothar Schubert, Geschäftsführer DC Developments.

Gewünscht: Das Beste aus beiden Welten

Die aktuelle Quartierstudie 2022 beleuchtet, was die Menschen auf dem Dorf und in der Stadt schätzen und was sie vermissen. Das Fazit: Alle wünschen sich das Beste aus beiden Welten. Die Dörfler möchten bestens angebunden und versorgt sein, die Städter wünschen sich sozialen Zusammenhalt, Ruhe und Natur.

Die Stadt war jahrzehntelang der Inbegriff der Freiheit. Doch im Zuge der zunehmenden Versingelung sehnt sich mancher wieder nach mehr Nachbarschaft. Laut Umfrage wünschen sich 51,9 Prozent der Städter mehr sozialen Zusammenhalt. An zweiter Stelle steht bei 46,7 Prozent der Befragten der um-weltbewusste Umgang mit der Natur. 37,7 Prozent wünschen sich mehr Ruhe, 31,4 Prozent gemein-schaftliche Orte wie einen Marktplatz.

Die Studie im Detail

Zu einem perfekten Wohnquartier gehört laut Befragung mit 58,5 Prozent vor allem Natur mit Wald oder einem Park. Darüber hinaus sollen in einem idealen Viertel Läden zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erreichen sein (54 Prozent). Wichtig sind weiter Gastronomie (42,3 Prozent), Kitas und Schulen in der Nähe (26,2 Prozent) sowie gemeinschaftliche Orte (24,1 Prozent).

Eine hohe Frequenz des öffentlichen Nahverkehrs ist der meistgenannte Aspekt einer Stadt, den sich Dörfler auch bei sich wünschen. Insgesamt beläuft sich hier die Anzahl auf 66 Prozent. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Fußläufig oder per Fahrrad erreichbare Läden (47 Prozent), und Gastronomie (40 Prozent).

Städter hingegen hätten gerne, wenn es um den Vergleich mit dem dörflichen geht, sozialen Zusammenhalt (52 Prozent) einen umweltbewussten Umgang mit der Natur (47 Prozent) sowie mehr Ruhe 38 Prozent.

Nachhaltigkeit findet vor allem in diesen Bereichen statt:

Insgesamt achten die Befragten vor allem bei der Mülltrennung (67 Prozent) auf Nachhaltigkeit. Der Energieverbrauch folgt hier mit 55,2 Prozent, ebenso achten mit 41 Prozent auf ihren Wasserverbrauch. Der Bereich Mobilität (ÖPNV und Sharingdienste) kommt auf nur 16 Prozent.

Ebenfalls wichtige Erkenntnisse iefert die Frage nach den fünf Mindestanforderungen an einen nachhaltigen Wohnort. Hier stehen große Grünflächen mit 63 Prozent an der Spitze. Müllvermeidung und -trennung sind für 59,8 Prozent unerlässlich. Es folgt mit 56,7 Prozent der Einsatz erneuerbarer Energien. Umweltfreundliche Mobilitätskonzepte sind für 45,2 Prozent wichtig. 27,2 Prozent der Befragten setzen auf CO2-reduzierte oder -neutrale Gebäude, 23,3 Prozent auf CO2-neutrale Bau-stoffe und 9,3 Prozent auf Smart-Home-Konzepte

Herausforderung: umweltfreundliches Handeln

Danach gefragt, in welchen Bereichen die Teilnehmer der Umfrage es am schwierigsten finden, umweltfreundlich zu handeln wird mit großem Abstand (43 Prozent) die Mobilität im Alltag (z.B. Auto) genannt. Anschließend folgt Reisen (28 Prozent) und der Energieverbrauch mit 26 Prozent. (sg)

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