Dieses Jahr produzierten Windkraftanlagen in Deutschland insgesamt deutlich weniger Strom als im Vorjahr. Da sind die EnBW-Windräder keine Ausnahme.

Dieses Jahr produzierten Windkraftanlagen in Deutschland insgesamt deutlich weniger Strom als im Vorjahr. Da sind die EnBW-Windräder keine Ausnahme.

Bild: © Raychel Sanner/Unsplash

Von Andreas Baumer

Die Stadtwerke Kiel steigen in die Direktvermarktung ein. Das Angebot richtet sich an Betreiber von Photovoltaik- und Windkraftanlagen aus der Region, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.

Vermarktet werden sollen sowohl Anlagen, die Anspruch auf eine EEG-Förderung haben, als auch Anlagen, die bereits ausgefördert sind. In der Regel handelt es sich bei Letzteren um Anlagen, die mehr als 20 Jahre alt sind.

Direktvermarktung umkämpftes Feld

Die Kieler begeben sich damit in einen umkämpften Markt, der mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien allerdings weiter an Bedeutung gewinnen dürfte. Unter Direktvermarktung ist der Handel von Grünstrom an den Strombörsen oder direkt an Abnehmer zu verstehen. Betreiber von Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 100 Kilowatt (kW) sind verpflichtet, ihren Strom selbst direkt zu vermarkten oder einen Direktvermarkter als Dienstleister zu finden.

Der Direktvermarktungsmarkt wird derzeit von Pionieren wie Quadra Energy und Next Kraftwerke dominiert, die mehrere Gigawatt Erneuerbaren-Leistung vermarkten und mittlerweile international operierenden Energieriesen gehören. Ganz vorn mischen zudem die Energiekonzerne EnBW und Statkraft Markets mit.

Unter den Direktvermarktern mit mehr als 100 Megawatt vermarkteter Leistung sind auch einige Stadtwerke, wie die jüngst aktualisierte ZfK-Direktvermarktungsumfrage zeigt. Zu nennen sind etwa die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (Baden-Württemberg) oder die Stadtwerke Rosenheim (Bayern). Der größte kommunale Direktvermarkter ist MVV Trading, die wie die Stadtwerke Kiel zum Mannheimer MVV-Konzern gehören.

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