Der designierte EnBW-Vorstandsvorsitzende Andreas Schell

Der designierte EnBW-Vorstandsvorsitzende Andreas Schell

Bild: © EnBW/Catrin Moritz

Um sich für die Zeit nach Atomkraft und Kohle vorzubereiten, überarbeitet der Energieversorger EnBW seine Strategie. «Wir verstehen es als unseren Auftrag, die Energiewende voranzutreiben und in ihrer Umsetzung zu beschleunigen», sagte Konzernchef Andreas Schell am Mittwoch bei der Hauptversammlung.

«Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir unsere Ressourcen klug und effektiv einsetzen.» Portfolio und Aufstellung würden überprüft und - wo erforderlich - «adjustiert». Ob das Auswirkungen auf Stellen hat, ließ er offen. Der drittgrößte Energieversorger Deutschlands beschäftigt mehr als 27 000 Menschen, die Zahl steigt seit Jahren.
 

Bis 2025 plant die EnBW Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Euro, etwa drei Viertel davon in den Ausbau der Netze und der erneuerbaren Energien. Gemäß den aktuellen Plänen der Bundesregierung sollten 80 Prozent des deutschen Stromverbrauchs im Jahr 2030 mit erneuerbaren Energien gedeckt werden, sagte Schell. Es brauche mehr Flächen, unbürokratischere Prozesse, den Ausbau der Stromnetze und den schnellen Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.

Deutliches Ergebniswachstum für 2023 prognostiziert

Der Karlsruher Konzern hatte das vergangene Jahr mit einem Plus von elf Prozent beim bereinigten operativen Ergebnis (adjusted Ebitda) auf 3,29 Milliarden Euro abgeschlossen. Im laufenden Jahr soll es der Prognose zufolge auf bis zu 5,2 Milliarden Euro wachsen. Ab 2028 will EnBW keinen Strom und keine Wärme mehr mit Kohle erzeugen, sofern sich die politischen Rahmenbedingungen ändern. (dpa/hoe)

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