Die Deutsche Energiepool GmbH hat sich laut Homepage "auf die kostengünstige Beschaffung von Energie, insbesondere die Beschaffung von Erdgas für Industriekunden und Stadtwerke spezialisiert". Seit dem laufenden Jahr wurden bundesweit auch Privatkunden beliefert.

Die Deutsche Energiepool GmbH hat sich laut Homepage "auf die kostengünstige Beschaffung von Energie, insbesondere die Beschaffung von Erdgas für Industriekunden und Stadtwerke spezialisiert". Seit dem laufenden Jahr wurden bundesweit auch Privatkunden beliefert.

Bild: © Adobestock/K.-U. Häßler

Die Stadtwerke München (SWM) erhöhen ihre Erdgaspreise erneut deutlich. Grund sind die stark gestiegenen Beschaffungskosten. Ein Münchner Durchschnittshaushalt mit zwei Personen und einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh zahlt im Tarif M-Erdgas M  ab Januar 347,41 Euro pro Monat. Das entspricht einer monatlichen Steigerung von 148,23 Euro oder einem Plus von 93,1 Prozent im Vergleich zu den aktuellen Preisen.

 „Wir bedauern diese Entwicklung und die damit verbundene wachsende Belastung für unsere Kundinnen und Kunden sehr. Die SWM können die extrem hohen Beschaffungskosten nicht mehr abfedern“, erklärt Stefan Tauber, Leiter SWM Kundenservice. Die Umsatzsteuersenkung von 19 auf sieben Prozent ist in den Berechnungen bereits berücksichtigt, nicht jedoch das angekündigte Entlastungspaket der Bundesregierung samt Gaspreisbremse.

 

Für den Kommunalversorger ist es nicht die erste Preiserhöhung im laufenden Jahr. Bereits zum Jahresbeginn wurden die Preise angehoben und auch im August. Der Preisanstieg seit Jahresbeginn betrug damals bereits 70 Prozent.

SWM sind dennoch aktuell der günstigste Anbieter in München

Mit einem monatlichen Preis von 347,41 Euro sind die SWM aber nach wie vor der günstigste Anbieter in München, das nächstbeste Angebot bei Verivox und Check24 lag – allerdings gerechnet auf der Grundlage eines niedrigen Jahresverbrauchs von 18000 kWh – um knapp 60 Cent unter dem der SWM.

Um hohe Nachzahlungen bei der Jahresrechnung zu vermeiden, raten die SWM ihren Kund*innen weiterhin, den monatlichen Abschlag zu erhöhen.

"Niemand muss wegen Zahlungsschwierigkeiten frieren"

Sollten Kund*innen finanzielle Schwierigkeiten haben oder in Zahlungsverzug kommen, werden sie gebeten, schnell Kontakt mit dem Energieversorger aufzunehmen: „Gemeinsam finden wir eine Lösung, wie etwa einen Ratenplan, die Verschiebung des Zahlungstermins oder aber die Nutzung der verschiedenen sozialen Unterstützungsmöglichkeiten. Niemand muss wegen Zahlungsschwierigkeiten frieren“, versichert Stefan Tauber.

Um eine solche Konstellation zu verhindern, haben die SWM außerdem die Energiesparberatung, insbesondere für einkommensschwache Haushalte verstärkt und setzen gemeinsam mit dem Sozialreferat einen Wärmefonds mit 20 Mio. Euro auf. Dieser soll ab Januar kommenden Jahres Geringverdienende dabei unterstützen, steigende Energiepreise zu bewältigen. Expert*innen aus der Sozialarbeit übernehmen dabei die Prüfung und die Vergabe der Mittel. (hoe)

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