Jörg Jacoby bleibt Finanzvorstand bei DSW21.

Jörg Jacoby bleibt Finanzvorstand bei DSW21.

Bild: © DSW21

Den Vertrag mit Jörg Jacoby hat der Aufsichtsrat von DSW21 für weitere fünf Jahre bis Ende 2029 verlängert. Seine zweite Amtszeit startet somit am 1. Januar 2025. Der Dortmunder Stadtrat müsse dem noch zustimmen, teilte DSW21 mit.

"Ich freue mich über das große Vertrauen, das mir der Aufsichtsrat entgegengebracht hat", kommentierte Jacoby seine Wiederbestellung.

Krisenbefältigung in der ersten Amtszeit

Bereits in seiner ersten Amtszeit musste Jacoby einige Krisen meistern. Wenige Wochen nach seinem Amtsantritt als Vorstand legte die Coronapandemie das öffentliche Leben nahezu komplett lahm, hieß es weiter aus Dortmund. Dies hatte massive Auswirkungen auf den ÖPNV, das Kerngeschäft des Unternehmens.

Auch der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine stellte die Dortmunder Stadtwerke mit dem energieintensiven ÖPNV und ihrem breiten Portfolio an Energiebeteiligungen vor massive Herausforderungen.

Verkauf der Steag-Anteile

Als "die vielleicht größte Herausforderung" in seiner ersten Amtszeit galt allerdings der Verkauf der DSW21-Anteile am Essener Energiekonzern Steag an den spanischen Investor Asterion. Dieser wurde zum Jahreswechsel 2023/2024 erfolgreich abgeschlossen. Im Laufe des Jahres rechnen die Dortmunder mit Erlösen zwischen 600 und 700 Mio. Euro.

Auch in den kommenden Jahren steht DSW21 vor großen Aufgaben: Die Mobilitätswende vor dem Hintergrund eines strukturell unterfinanzierten ÖPNV, die Wärmewende und die konsequente Unterstützung der Stadt Dortmund auf ihrem Weg zur Klimaneutralität stehen mit ihren Finanzierungserfordernissen auf der Prioritätenliste von Jörg Jacoby ganz oben.

Ergebnisrückang im Jahr 2023

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ging das vorläufige Ebit von 293 Mio. Euro im Jahr 2022 auf 124,6 Mio. Euro zurück. Der Wert bei Umsatzerlösen und Erträgen sank von 442,5 Mio. Euro auf 316,3 Mio. Euro. Hilfreich für das laufende Geschäftsjahr würde der Erlös aus dem Verkauf der Steag-Anteile sein. "Wer die Preisschilder sämtlicher Investitionen, die in den kommenden Jahren erforderlich sind, addiert, wird allerdings feststellen, dass die Summe ein Vielfaches des Steag-Erlöses beträgt", teilte DSW21 mit. (am)

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