Die Gaspreise sind zuletzt nicht nur auf den Großhandelsmärkten gefallen.

Die Gaspreise sind zuletzt nicht nur auf den Großhandelsmärkten gefallen.

Bild: © Frank Rumpenhorst/dpa

Infolge nachhaltig gefallener Gaspreise auf den Großhandelsmärkten sind etliche Anbieter auf Deutschlands gängige Vergleichsportale zurückgekehrt. Auch trauen sich wieder mehr Wettbewerber, mit Arbeitspreisen von weniger als zehn Cent pro kWh zu werben.

Das Portal Check 24 listetete am Freitagabend für Berlin 50 Angebote. Damit war die Auswahl mehr als doppelt so groß wie zu Jahresbeginn. Auch bei Verivox zeigten sich am Freitag wieder deutlich mehr Anbieter als im Januar. Hier waren es 44 Tarife.

Maingau und Montana vorne

Auf beiden Portalen tummelten sich der Regionalversorger Maingau sowei der Privatanbieter Montana ganz vorn. Bekannte Kommunalkonzerne wie die Frankfurter Mainova oder Mönchengladbachs NEW reihten sich weiter hinten ein. Andere große Kommunalunternehmen wie etwa die Stadtwerke München waren nicht gelistet.

Bei Check 24 waren vier Angebote mit Arbeitspreisen von weniger als zehn Cent pro kWh zu finden. Nur acht der 50 Anbieter lagen über der staatlichen Preisbremse von zwölf Cent pro kWh.

Sechs Angebote unter 10-Cent-Marke

Bei Verivox lagen sogar sechs Angebote unter der Zehn-Cent-Marke. Lediglich vier der insgesamt 44 Tarife warben mit Preisen oberhalb der Bremse. Für die Recherche wurde ein Jahresverbrauch von je 18.000 kWh angenommen.

Stabiler zeigte sich in den vergangenen Wochen der Strommarkt. Wagte sich hier mancher Anbieter noch vor wenigen Wochen unter die 30-Cent-Marke, pendelten in der vergangenen Woche im Versorgungsgebiet Berlin die meisten Angebote zwischen 32 und 40 Cent pro kWh.

Beruhigung bei Strompreisen

Bei Check 24 bot nur Rabot Charge, ein Unternehmen, das variable Tarife anbietet, einen Kilowattstundenpreis von rund 29 Cent. Die Preisgarantie gilt jedoch nur für den ersten Monat. Die Discountermarke Spar-Fuxx reihte sich mit 31 Cent pro kWh ein, und Eins, die Vertriebsmarke von Eins Energie in Sachsen, mit 32 Cent pro kWh.

Der Mönchengladbacher Regionalversorger NEW, die Eon-Vertriebstochter Eprimo sowie Berlins Stromgrundversorger Vattenfall lagen bei jeweils knapp 35 Cent pro kWh. Deutlich konservativer fielen die Tarifangebote der Frankfurter Mainova (39 Cent pro kWh) und der Stadtwerke München (41 Cent pro kWh) aus. Ganz hinten landete die Marke Lünestrom mit einem Arbeitspreis von 63 Cent pro kWh.

Mehrheit mit Kundenboni

Insgesamt waren am Freitagabend für Berlin 67 Check-24-Stromangebote gelistet. Nur bei 15 von ihnen lag der Arbeitspreis oberhalb der staatlichen Preisbremse. Bei 35 Angeboten waren Kundenboni von bis zu 50 Euro eingeschlossen. Für die Untersuchung wurde ein Jahresverbrauch von 2000 kWh Strom angenommen. (aba)

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