Der Deutschlandfonds umfasst auch Absicherungsinstrumente für Transformationsindustrien, beispielsweise Windkraftanlagenbauer.

Der Deutschlandfonds umfasst auch Absicherungsinstrumente für Transformationsindustrien, beispielsweise Windkraftanlagenbauer.

Bild: © Tom Weller/dpa

Der Grünstromanbieter WestfalenWIND wird erstmals Grundversorger für Strom in drei Kommunen im Raum Paderborn (Nordrhein-Westfalen). In Lichtenau und Bad Wünnenberg wird das Unternehmen die Grundversorgung allein stemmen. In Geseke hingegen arbeitet WestfalenWIND künftig mit den Stadtwerken Geseke zusammen.

Insgesamt geht es um rund 11.000 Kunden, wie ein Sprecher des Ökoenergieanbieters der ZfK sagte. Die Belieferung will WestfalenWIND ausschließlich mit Grünstrom aus eigenen Erneuerbaren-Energien-Anlagen und von dritten Stromerzeugern aus Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen sicherstellen. Der Großteil der erzeugten Menge komme aus der Region, erklärt der Unternehmenssprecher.

Reiner Ökoenergieanbieter

Um die Herkunft des Grünstroms zu garantieren, nutzt das Unternehmen das Grüner Strom Label. Das Zertifikat gilt in der Branche als vergleichsweise streng. Dass reine Ökoenergieanbieter Grundversorger werden, ist derzeit noch selten. Zuletzt hatten es vor allem kleine Grundversorger schwer auf dem Markt.

Grundversorger ist immer der Versorger mit den meisten Kunden im Netzgebiet. Ermittelt wird dies durch den örtlichen Netzbetreiber in einem Abstand von drei Jahren. In allen drei Kommunen hatte zuvor der Energiekonzern Eon die Grundversorgung für die Haushaltskunden inne.

"Wir freuen uns und es macht uns auch ein Stück weit stolz, dass uns als relativ junges Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien diese wichtige Aufgabe erstmals zu Teil wird", lässt sich Geschäftsführer Andreas Schmitt in einer Presseaussendung zitieren.

Von Eon übernommen

WestfalenWIND besteht seit 2009 und ist aus einer Gruppe von Bürgerwind-Projektierern hervorgegangen. Derzeit versorgt das Unternehmen mit Sitz in Paderborn rund 30.000 Stromkunden Deutschlandweit. Nach eigenen Angaben produziert der Grünstromanbieter mit Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen rund 850 Mio. kWh Strom pro Jahr.

Als Grundversorger will WestfalenWIND künftig das Augenmerk auf eine "langfristig für alle Kunden orientierte optimale Beschaffung richten", heißt es in der Mitteilung weiter. Zudem wolle das Unternehmen nicht in "aktive" Konkurrenz zu örtlichen Stadtwerken gehen, wie der Unternehmenssprecher versichert. Sondern eher kooperieren, wenn möglich und gewünscht. Die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Geseke könnte als Vorbild dienen.

Neue Tarife

Die Tarif-Konditionen für das Jahr 2025, dazu zählt auch die Grundversorgung, will WestfalenWIND Strom nun Mitte November bekanntgeben. Erst dann stünden alle Preisbestandteile fest. (jk)

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