Der Osnabrücker Batteriespeicherhersteller E3/DC will seinen Kundinnen und Kunden variable Stromtarife ermöglichen.
Dazu kooperiert das Unternehmen mit dem Messstellenbetreiber Spot My Energy aus Köln und bietet ab sofort auch dessen Smart Meter an, teilten die Partner mit.
Smart Meter als Schnittstelle
Kundinnen und Kunden des Batteriespeicherherstellers sollen künftig von Preisschwankungen auf dem Strommarkt profitieren können, so das Unternehmen weiter. Die Geräte dienen dabei als Schnittstelle nach außen. Das ermögliche es, den Speicher zum Beispiel mit günstigem Windstrom zu laden.
Diese Optimierung übernimmt das in den Speichern integrierte Energiemanagementsystem. "Mit unserer Kooperation wollen wir Smart Metering in möglichst viele Haushalte bringen, die heute schon auf die intelligente Energietechnik von E3/DC setzen", erklärte Jochen Schwill, Geschäftsführer von Spot My Energy.
Paragraph 14a
Die Software berücksichtigt dabei auch andere möglicherweise in einem Haushalt vorhandene Komponenten, zum Beispiel eine Photovoltaikanlage, ein Elektroauto oder eine Wärmepumpe, und deren Zusammenspiel.
Die Partner verweisen darüber hinaus auf Paragraph 14a des Energiewirtschaftsgesetzes. Demnach müssen Verteilnetzbetreiber im Notfall – über eine Smart Meter – auf dezentrale Anlagen zugreifen können.
Kosten von maximal 20 Euro jährlich
Gratis ist die Smart-Meter-Nutzung allerdings nicht. Die Kosten würden sich an den Gebühren der örtlichen Messstellenbetreiber orientieren. Laut Bundesnetzagentur dürfen diese dafür maximal 20 Euro pro Jahr in Rechnung stellen.
Schwill war bis zum Jahr 2023 Geschäftsführer des Direktvermarkters Next Kraftwerke, den er auch mit gründete. Noch im selben Jahr hob er das Start-up Spot My Energy aus der Taufe. Das Unternehmen ist auf Smart Meter und dynamische Tarife spezialisiert. (dz)



